Die Preise an den Zapfsäulen steigen unaufhaltsam – Diesel kostet bereits mehr als 2,10 Euro, Benzin kratzt an der Zwei-Euro-Marke. Experten warnen: Drei Euro pro Liter sind keine unrealistische Zukunft mehr.

Hintergrund ist die eskalierende Lage am Weltmarkt. Die Ölpreise liegen rund 50 Prozent über dem Niveau vor dem Iran-Krieg. Gleichzeitig kommt es zu massiven Engpässen – etwa in der wichtigen Straße von Hormus, über die rund 20 Prozent des globalen Ölbedarfs transportiert werden. Auch wenn der Preis kürzlich nach unten korrigiert wurde, hat das bislang keinen Einfluss auf die Preise an den Zapfsäulen.
Auch beim Gas gibt es Probleme, vor allem durch die Ausfälle in Katar. Für Österreich gibt es aktuell zwar keine Lieferengpässe, doch die Preise steigen weiter. Die Folge: Autofahren wird für viele zum Luxus.
Auf Social Media geht die Diskussion unter "Heute"-Lesern längst über Frust hinaus – viele sprechen von einem System, das nicht mehr funktioniert.
"Sorry, da bin ich dann aber dabei. 80 km täglich – könnt ihr mich am A...lecken. Ich gehe nicht arbeiten, um nur den Sprit zu zahlen", schreibt ein User. Ein anderer sieht das große Ganze: "Wie richtig manche erkannt haben: Österreich steht vor einem Kollaps."
Immer mehr Kommentare fordern drastische Maßnahmen. "Generalstreik – und der Spuk ist zu Ende", heißt es etwa. Andere gehen noch weiter: "Arbeit in ganz Österreich sofort niederlegen." Auch Alternativen werden diskutiert: "Dann mach ich halt fünf Tage Homeoffice oder gehe in Krankenstand", schreibt ein Leser.
Vor allem Pendler fühlen sich massiv belastet. "Bei drei Euro pro Liter muss ich das Pendeln aufhören. Das wären für mich rund 750 Euro im Monat nur für Sprit", rechnet ein Betroffener vor.
Ein weiterer Kommentar bringt es auf den Punkt: "Kfz-Versicherung, Steuer, Sprit, Parkgebühren, Verschleiß – man braucht einen Job, um sich das Auto leisten zu können, um überhaupt zur Arbeit zu kommen. Ein Teufelskreis."
Auch die Politik bekommt ihr Fett ab: "Wenn jeder Politiker seinen Kraftstoff selber zahlen müsste, würden sich die Preise sicher ändern", meint ein User. Wie sich die Lage weiterentwickelt, ist vollkommen offen. Klar ist nur: Die steigenden Spritpreise bringen viele an ihre Belastungsgrenze – und die Stimmung scheint bereits zu kippen.