Das Geld war eigentlich für Betriebskosten, Reparaturen und die Erhaltung von Immobilien gedacht. Doch ein Kärntner Hausverwalter (49) soll insgesamt 836.000 Euro von Konten seiner Kunden abgezogen und für eigene Firmen verwendet haben. Betroffen sind möglicherweise zahlreiche Liegenschaften mit mehreren Hundert Eigentümern.
Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft Klagenfurt wegen des Verdachts der Untreue. Laut Behördensprecher Markus Kitz würden schon seit März 2024 Ermittlungen gegen den Mann laufen.
Zwei Zeugen wandten sich deshalb an Rechtsanwältin Astrid Wutte-Lang, die eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft einbrachte, berichtet die "Kleine Zeitung". Sie befürchtet einen noch größeren Schaden: "Es ist nicht auszuschließen, dass dies nur die Spitze des Eisberges ist". Ein Teil des Geldes soll auch in eine neu gegründete Firma im Ausland geflossen sein.
Der Beschuldigte hat inzwischen Selbstanzeige erstattet. Sein Anwalt Franz Zimmermann betont allerdings, dass diese nur Vorgänge aus den Jahren 2025 und 2026 betreffe, nicht das bereits seit 2024 laufende Ermittlungsverfahren.
Zur tatsächlichen Schadenshöhe könne er sich noch nicht äußern. Für den 49-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.