Ein Parkplatz im Norden von Klagenfurt gibt den Ermittlern Rätsel auf. Vor dem Jagdschloss Mageregg wurde ein Mann tot in einem abgestellten Auto entdeckt. Auch eine Woche nach dem Fund ist noch nicht geklärt, wie er ums Leben gekommen ist – das berichtet die "Kronen Zeitung".
Die Umstände waren ungewöhnlich genug, dass die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wurde. Nun soll eine gerichtsmedizinische Untersuchung Antworten liefern.
Der Vorfall ereignete sich an einem Mittwoch auf einem Parkplatz an der Feldkirchner Straße. Die Fläche vor dem Jagdschloss Mageregg wird regelmäßig von Pendlern und Besuchern genutzt.
Mitten am Tag bemerkten Zeugen einen leblosen Mann in einem Fahrzeug und verständigten die Einsatzkräfte. Kurz darauf rückten mehrere Polizeistreifen mit Blaulicht und Sirene an.
Bei der ersten Überprüfung stellte sich heraus, dass das Auto nicht versperrt war. Auch die Situation, in der die Leiche gefunden wurde, war für die Ermittler auffällig.
Da sich die Todesursache vor Ort nicht eindeutig feststellen ließ, wurde die Staatsanwaltschaft Klagenfurt verständigt.
Deren Sprecher Markus Kitz bestätigt, dass eine gerichtsmedizinische Untersuchung veranlasst wurde. "Aufgrund der Umstände haben wir dann eine Obduktion angeordnet", erklärt Kitz gegenüber der "Krone".
Ob der Mann eines natürlichen Todes starb oder ob andere Umstände eine Rolle spielten, ist derzeit offen. Die angeordnete Obduktion bedeutet für sich genommen noch nicht, dass die Ermittler von einem Verbrechen ausgehen.
Bislang liegt der Staatsanwaltschaft noch kein abschließender Befund vor. "Uns liegt noch kein Ergebnis der gerichtsmedizinischen Untersuchung vor", sagt Kitz zur "Krone". Die Ermittler hoffen, in den nächsten Tagen mehr über die Todesursache zu erfahren.
Erst die Ergebnisse der Untersuchung könnten zeigen, ob weitere Ermittlungen notwendig sind.
Der Fundort war bereits vor Jahren Schauplatz eines schweren Gewaltverbrechens. 2014 wurde auf dem Parkplatz bei Mageregg ein 53-jähriger Mann erschossen. Ein damals 51-Jähriger aus Globasnitz hatte ihn aus Eifersucht mit drei Schüssen in den Kopf getötet.
Ein Zusammenhang zwischen dem damaligen Mord und dem aktuellen Leichenfund ist nicht bekannt. Im jetzigen Fall bleibt die entscheidende Frage vorerst unbeantwortet: Warum starb der Mann in dem abgestellten Auto?