Die extreme Hitzewelle in Mitteleuropa bringt nicht nur Temperaturen an die 40 Grad, sondern zunehmend auch gefährliche Unwetter. Wie rasch die Lage eskalieren kann, zeigte sich am Freitagabend in Deutschland: Bei einem Blitzeinschlag während eines Sportfests in Rastatt südlich von Karlsruhe wurden neun Menschen verletzt.
Sechs Betroffene mussten laut Polizei ins Krankenhaus gebracht werden. Lebensgefahr besteht derzeit glücklicherweise für niemanden. Der Vorfall ereignete sich während einer Veranstaltung im Freien und verdeutlicht die Gefahr, die von den derzeitigen Hitzegewittern ausgeht.
Über weiten Teilen Mitteleuropas liegt derzeit eine äußerst heiße Luftmasse. In Österreich wurden bereits mehrere Tropennächte registriert, tagsüber klettern die Temperaturen vielerorts auf 35 bis 37 Grad. Die Kombination aus Hitze und zunehmender Schwüle liefert den perfekten Nährboden für kräftige Gewitter.
Meteorologen warnen vor Blitzschlägen, Hagel, Starkregen und Sturmböen. Besonders gefährlich sind dabei sogenannte Hitzegewitter, die sich innerhalb kurzer Zeit entwickeln und lokal enorme Schäden anrichten können.
Der Samstag bringt zunächst noch viel Sonnenschein. Nach einer verbreiteten Tropennacht steigt die Temperatur am Nachmittag auf bis zu 36 oder sogar 37 Grad. Erst ab Mittag bilden sich vermehrt Quellwolken, ausgehend vom Berg- und Hügelland entstehen einzelne, teils heftige Gewitter.
Am Sonntag geht die Hitzewelle weiter. Bei viel Sonnenschein werden erneut bis zu 35 Grad erreicht. Vor allem im östlichen Berg- und Hügelland bilden sich am Nachmittag neuerlich Schauer und Gewitter, die sich stellenweise auch ins südliche und östliche Flachland ausbreiten können.
Lokal sind wieder kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel möglich. Im Westen Österreichs bleibt die Gewitteraktivität hingegen deutlich geringer, dort treten nur vereinzelt Hitzegewitter auf.