Von den knapp 95.000 aus der Ukraine nach Österreich Geflüchteten gehen laut Arbeitsmarktservice (AMS) aktuell nur 9.000 einer geregelten Arbeit nach. Seit Freitag haben sie nun uneingeschränkten Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt. Am Donnerstag wurde eine Novelle des Ausländerbeschäftigungsgesetzes beschlossen.
AMS-Chef Johannes Kopf sieht es gegenüber der "ZiB 1" als besonders wichtig an, Ukrainer:innen vermehrt die Möglichkeit zu geben, am österreichischen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Denn: Der Erfahrung, aus vergangenen Flüchtlingswellen und anderen Ländern nach, bleiben rund 50 Prozent der Geflüchteten, wenn sie einmal zwei oder drei Jahre in einem Land verbracht haben.
Hinsichtlich des Zugangs zum Arbeitsmarkt hatten ukrainische Geflüchtete bereits bisher eine Sonderstellung inne. Im Vergleich zu Angehörigen anderer Nicht-EU-Staaten hatten sie ohnehin einen erleichterten Zugang. Vonseiten des AMS wurden sie bereits aktiv auf offene Stellen vermittelt, wenn sie einen gültigen Ausweis für Vertrieben hatten. Jetzt dürfen Ukrainer mit einem solchen Ausweis bewilligungsfrei jeder beliebigen Beschäftigung in Österreich nachgehen.