Ab Mittwoch neue Polizeieinheit auf Österreichs Straßen

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP)  bei der Präsentation des Einsatzkonzepts "Schnelle Reaktionskräfte" am 23. Juli 2021 in Graz.
Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) bei der Präsentation des Einsatzkonzepts "Schnelle Reaktionskräfte" am 23. Juli 2021 in Graz.ERWIN SCHERIAU / APA / picturedesk.com
Der erste Teil der 900 Kräfte umfassenden "Schnellen Reaktionskräfte" geht schon am Mittwoch an den Start, wie der Innenminister ankündigte.

Die neue Spezialeinheit für Österreich sind die sogenannten "Schnellen Reaktionskräfte" (SRK). Sie orientieren sich ganz nach dem Wiener Modell mit seiner Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA). Der erste Teil, die Bereitschaftseinheit (BE), startet mit 1. September.

Das gab Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Montag bekannt. Die schnelle Verfügbarkeit von Polizisten an Hot-Spot-Bereichen und die flexible Einsatzplanung sollen die Polizeiarbeit weiter verbessern und auf die nächste Stufe bringen. "Die Bereitschaftseinheiten in den Bundesländern – dem bereits seit vielen Jahren in Wien existierenden Modell nachempfunden – werden dazu beitragen und die Polizeiorganisation in Österreich weiterentwickeln, so Nehammer.

Bedarfsbezogen und kurzfristig kann man dann insbesondere an solchen Hot-Spots in Erscheinung treten, bei Hilfs- und Suchaktionen sowie bei Alarmfahndungen unterstützen.

900 SIG-Beamte

Die Cobra wird in Zukunft also wohl mehr geschont werden. Spätestens ab November, wenn die zweite Säule in Form der "Schnellen Interventionsgruppe" (SIG) an den Start geht, versehen insgesamt 900 Polizisten ihren Dienst für die neue Einheit.

"Praktische Erfahrungen aus Wien haben gezeigt, dass man mithilfe der SRK die Sicherheitslage entscheidend verbessern kann. Deshalb wird diese neue Einheit für die Menschen in Österreich noch mehr Sicherheit bedeuten."

Die Schnelle Interventionsgruppe (SIG) ist wiederum für höhere Gefährdungslagen als unterstützende Einheit mit spezieller Ausbildung gedacht. Sie sollen Polizeibedienstete sowie Unbeteiligte schützen, Zwangsmittel qualifiziert anwenden und so Dynamiken bremsen bis eine Sondereinheit eintrifft.

"Die SIG wird in Hot-Spots im öffentlichen Raum eingesetzt, bei besonderen Amok- oder Terrorlagen, zur Bewältigung sonstiger komplexer Einsatzlagen sowie dafür, eine verstärkte Präsenz im öffentlichen Raum zu zeigen", sagte der Innenminister. "Der Start der zweiten Säule der 'Schnellen Reaktionskräfte' ist für November 2021 vorgesehen."

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