Ab September – Neues Fach in Österreichs Schulen

Das Pilotprojekt dauert 4 Jahre. 
Das Pilotprojekt dauert 4 Jahre. MEV / allOver / picturedesk.com
Mit September 2022 startet in Österreich ein neues Pilotprojekt, das Jugendlichen lebensweltbezogene wirtschaftliche Bildung näher bringt. 

Um junge Menschen möglichst früh mit grundlegenden Wirtschafts-, Finanz- und Zukunftskompetenzen aufs Leben nach der Schule vorzubereiten, arbeitet die "Stiftung Wirtschaftsbildung" an der Stärkung und Verbreitung einer lebensweltbezogenen wirtschaftlichen Bildung in der schulischen Allgemeinbildung. Seit 2021 unterstützt die Stiftung Lehrkräfte bei der Umsetzung und bietet den Schulen ein sehr umfangreiches Begleitmaßnahmenprogramm wie spannendes Lehr- und Lernmaterial, Lehrkräfte-Fortbildung, Schul-Coaching, Vernetzungsformate und eine finanzielle Förderung von 5.000 Euro pro Jahr für Materialien, Veranstaltungen, Ausflüge und zusätzliche Fortbildungen. Jede Pilotschule kann den Schwerpunkt selbst gestalten, indem sie ein eigenes Schulfach Wirtschaftsbildung oder fächervernetztes Lernen in Form von Projektwochen etablieren. Der Fokus liegt dabei auf der Sekundarstufe I (der Schule der 10-14-Jährigen).

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Schulen können sich noch bewerben

Im Rahmen eines Pilotprojekts starten mit dem Schuljahr 2022/2023 österreichweit die ersten 30 Pilotschulen in der 5. Schulstufe (Mittelschule und AHS Unterstufe). Die nächsten Pilotschulen, die sich bis 1.12.2022 bewerben, starten mit dem Schuljahr 2025/2026. Die Pilotschulen werden 4 Jahre mit einer Wirkungsmessung begleitet bis alle vier Schulstufen durchlaufen wurden, dann folgt eine Evaluierung. Die Lehr- und Lernmaterialien werden der Schule im Rahmen des Projekts zur Verfügung gestellt und wurden von Pädagogen, Lernexperten, Storyteller, Game Designern und Illustratoren gestaltet.

Wie kann eine Schule am Schulpilot teilnehmen?

Alle Infos gibt es unter https://stiftung-wirtschaftsbildung.at/angebot/schulpilot/

Junge wünschen sich mehr "Life Skills"

Dass dieses Projekt notwendig ist, zeigt unter anderem der in Zusammenarbeit mit YEP (Youth Empowerment Participation) veröffentlichte Jugendbericht "Wirtschaftsbildung", in dem Jugendliche ihr fehlendes Wissen in diesem Bereich beklagen. Sie möchten in der Schule mehr über "Life Skills" lernen, dazu gehören der Umgang mit Geld, ihre Rechte und Pflichten als Arbeitnehmer oder auch, was es bei einem Mietvertrag zu beachten gilt. "Heute" hat darüber berichtet.

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Der thematische Schwerpunkt umfasst folgende Punkte: 

Nachhaltiger verantwortungsvoller Umgang mit finanziellen Ressourcen • Wirtschaftliche Zusammenhänge im Überblick • Wirtschaft und Demokratie • Gesellschaftliche Nachhaltigkeit • Wirtschaft und Umwelt • Daten- und Digitalwirtschaft • Wirtschaft aus der Perspektive von Unternehmen • Wirtschaft aus der Perspektive von Arbeitnehmern • Von der Idee zur Gründung - Unternehmerisches Denken und Handeln • Zukunftskompetenzen (kritisches Denken, Perspektivenwechsel, Kommunikation, Kooperation, Kreativität, Achtsamkeit und Selbstreflexion)

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Diese Wiener Schulen nehmen teil

Eine der teilnehmenden Schulen ist die Mittelschule Hainburger Straße in Wien. Liliana Janoschek ist dort Schulleiterin und sie sagt: "Die nachhaltige Stärkung und Verbreitung einer lebensweltbezogenen Wirtschaftsbildung" lässt sich mit den Zielen unseres Schwerpunktes COOL sehr gut vereinen. Da wir diese Inhalte für unsere Schule als besonders relevant erachten, wollen wir uns mit den Schwerpunkten COOL und Wirtschaftsbildung positionieren." 

"Durch die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern im Rahmen des Schulpiloten wird ein breites Spektrum an Erfahrungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für die Schüler*innen geschaffen", meint Schulleiterin Marion Serdaroglu-Ramsmeier von der WienerMittelSchule Kauergasse. 

"Wirtschaftsbildung ist in der heutigen schnelllebigen Zeit noch wichtiger als zuvor. Die Chancen, Risiken und neuen Möglichkeiten sind von enormer Wichtigkeit. Ich möchte meinen SchülerInnen ein Basiswissen mit auf den Weg geben, um ihre zukünftige wirtschaftliche Selbständigkeit zu unterstützen", so eine Lehrerin der teilnehmenden MS Pöchlarnstraße.

Weitere teilnehmende Wiener Schulen sind: MS Ko50 (MS Konstanziagasse 50, 1220 Wien), Vienna Bilingual Middle School (Wendstattgasse 3, 1100 Wien) und MIM Musik- und Informatikmittelschule (Wendstattgasse 5, 1100 Wien). 

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