Party-Hotspot zieht Notbremse

Ab sofort! Urlaubsort verschärft Alkohol-Regeln

Split verschärft den Kampf gegen den Partytourismus. Nachts darf bis Mitte September in Geschäften kein Alkohol mehr verkauft werden.
Newsdesk Heute
30.07.2026, 09:25
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Split verschärft den Kampf gegen Lärm und Exzesse im öffentlichen Raum. Der Stadtrat beschloss am Mittwoch, den Verkauf von Alkohol zwischen 21 und 6 Uhr bis zum 15. September einzuschränken.

Das Verbot gilt für Geschäfte, Supermärkte, Kioske, Tankstellen, Märkte, Verkaufsstände, Automaten und andere Verkaufsstellen. Ausgenommen sind Gastronomiebetriebe wie Cafés, Restaurants und Nachtclubs, dort darf weiterhin Alkohol ausgeschenkt werden.

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Weniger Lärm und Müll

Die Stadt begründet die Maßnahme mit dem Schutz der öffentlichen Ordnung während der Hauptreisezeit. Lärmbelästigung, unangemessenes Verhalten und Vermüllung im öffentlichen Raum sollen reduziert werden. Gleichzeitig soll auch die historische Altstadt rund um den Diokletianpalast besser geschützt werden.

Im Stadtrat wurde allerdings kontrovers diskutiert, ob das Verkaufsverbot den gewünschten Effekt erzielen wird und ob eine Regelung nur für besonders betroffene Bereiche sinnvoller gewesen wäre.

Kritik am Verbot

Mehrere Gemeinderäte sprachen sich für eine Einteilung der Stadt in verschiedene Zonen aus. Der unabhängige Stadtrat Bojan Ivošević bezeichnete den Beschluss als eine schlechte Kopie früherer Vorschläge. Statt eines generellen Verbots brauche es aus seiner Sicht ein Gesamtkonzept mit Regeln für Nachtclubs und Geschäfte. Ohne strengere Vorgaben für Clubs lasse sich die Situation im Stadtzentrum nicht lösen.

Auch Direkt-Parteimitglied Jakov Prkić zweifelte an der Wirksamkeit der Maßnahme. Das Verbot schade zwar nicht, werde aber kaum einen spürbaren Effekt haben. Wer nachts Alkohol kaufen wolle, könne dies einfach in der benachbarten Stadt Solin tun.

Weitere Gemeinderäte unterstützten zwar das Ziel der Maßnahme, bezeichneten sie aber nicht als dauerhafte Lösung. Andere sahen den Beschluss hingegen als Schritt in die richtige Richtung und argumentierten, Alkohol solle in den Nachtstunden vor allem über Gastronomiebetriebe erhältlich sein.

Hohe Geldstrafen drohen

Bürgermeister Tomislav Šuta kündigte an, die Auswirkungen der neuen Regelung genau zu beobachten. Falls sich Änderungen als notwendig erweisen sollten, werde die Stadt den Beschluss entsprechend anpassen.

Die Einhaltung des Verbots wird von der staatlichen Aufsichtsbehörde kontrolliert. Unternehmen, die gegen die Regelung verstoßen, müssen mit Geldstrafen zwischen 5.000 und 39.810 Euro rechnen. Auch verantwortliche Personen, Gewerbetreibende und Privatpersonen können bestraft werden.

Nach Makarska ist Split die zweite Stadt in Kroatien, die den nächtlichen Verkauf von Alkohol in Geschäften während der Tourismussaison einschränkt.

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