Sommer, Meer und ein kühles Glas Wein im Sand: Für viele Urlauber gehört das einfach dazu. In einem beliebten Badeort an der französischen Atlantikküste ist damit zumindest am Abend Schluss.
In Saint-Jean-de-Luz gelten neue Einschränkungen für den Alkoholkonsum an öffentlichen Orten. Wer sich nicht daran hält, muss laut Berichten mit einer Geldstrafe von bis zu 150 Euro rechnen. Betroffen sind unter anderem die Grande Plage, die Plage d’Erromardie und die Plage de Lafitenia.
Hintergrund der Maßnahme sind laut örtlichen Behörden größere Gruppen, die sich in den Abend- und Nachtstunden an den Stränden versammelt haben. Besonders nach der Sperrstunde der Lokale soll der Alkoholkonsum zunehmend zum Problem geworden sein, erklärte Sébastien Larroche von der kommunalen Polizei gegenüber dem französischen Regionalblatt "Connexion France".
Die Polizei will deshalb vor allem dann genauer hinschauen, wenn Bars und Lokale bereits geschlossen haben. Die Kontrollen sollen sich insbesondere auf die späten Abend- und Nachtstunden konzentrieren.
Ganz so strikt, wie es zunächst klingt, dürfte die Regelung allerdings nicht in jeder Situation angewendet werden. Ein Glas Wein bei einem ruhigen Picknick am Tag muss demnach nicht automatisch zu einer Strafe führen.
Entscheidend ist offenbar die Situation vor Ort und die Einschätzung der Einsatzkräfte. Wer allerdings mit größeren Gruppen am Strand feiert und dabei Alkohol konsumiert, könnte künftig deutlich schneller ins Visier der Behörden geraten.