Neue Regel in Kroatien

Urlaubs-Hammer: Erster Ort verbietet Alkohol

Makarska verbietet nachts den Alkoholverkauf in Geschäften. Bars und Restaurants bleiben offen – weitere Urlaubsorte könnten folgen.
Heute Life
22.07.2026, 13:39
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Sonne, Meer und Party: Für viele Urlauber gehört das zur perfekten Kroatien-Reise. Doch an der dalmatinischen Küste kippt die Stimmung zunehmend. Lärm, Müll, Vandalismus und betrunkene Touristen sorgen bei Einheimischen für Unmut.

Jetzt zieht ein beliebter Urlaubsort die Reißleine: Makarska ist die erste Stadt Kroatiens, die ein neues nächtliches Alkoholverkaufsverbot umsetzt.

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Zwischen 21 und 6 Uhr ist Schluss

Ab sofort darf in Lebensmittelgeschäften, Bäckereien, Kiosken und anderen Verkaufsstellen zwischen 21 Uhr und 6 Uhr kein Alkohol mehr verkauft werden, berichtet "makarskanews.com". Wer sich für die Nacht eindecken will, muss künftig also früher zugreifen.

Betroffen sind vor allem jene nächtlichen Menschenansammlungen, die sich in den vergangenen Jahren in der historischen Altstadt und am Stadtstrand gebildet hatten. Die Folgen: Ruhestörungen, Verschmutzung und immer wieder Vandalismus.

Stadt wollte noch strengere Regeln

Für die Gastronomie gilt die neue Regel allerdings nicht. Restaurants, Bars und Cafés dürfen weiterhin Alkohol ausschenken. Das Verbot richtet sich ausschließlich gegen den Verkauf in Geschäften und anderen Verkaufsstellen.

Bürgermeister Zoran Paunović verteidigt die Maßnahme: "Unser Ziel ist es, die Ruhe, die Ordnung und eine angenehme Atmosphäre in unserer Stadt zu bewahren – sowohl für unsere Mitbürger als auch für unsere Gäste."

Ursprünglich wollte Makarska weitergehen. Die Stadtverwaltung hatte beim zuständigen Ministerium um die Möglichkeit gebeten, den Alkoholverkauf gezielt an Stränden und im Stadtzentrum zu untersagen. Dieser Vorschlag wurde jedoch abgelehnt.

Weitere Urlaubshochburgen könnten folgen

Die Grundlage für das Vorgehen schuf ein Ende Mai beschlossenes Gesetz. Es erlaubt kroatischen Kommunen, den nächtlichen Alkoholverkauf lokal einzuschränken. Im Parlament in Zagreb stimmten 117 von 151 Abgeordneten dafür.

Makarska ist damit Vorreiter – dürfte aber nicht lange allein bleiben. Auch Split, Zadar und die Insel Hvar haben bereits ähnliche Schritte angekündigt. Für Kroatiens Tourismusorte beginnt damit ein Balanceakt: Sie wollen Gäste und Nachtleben nicht verlieren, zugleich aber die Geduld der Bevölkerung nicht weiter strapazieren.

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