Wien wächst weiter – und die U-Bahn gleich mit. Am Montag, dem 19. Jänner, geht im 22. Bezirk die neue U2-Station Lina-Loos-Platz in Betrieb. Damit erreicht das Wiener U-Bahn-Netz einen neuen Rekord: 110 Stationen insgesamt, die U2 hält nun an 21 Stationen.
Die neue Station liegt zwischen den U2-Stationen Aspernstraße und Hausfeldstraße und bringt eine bessere Anbindung für die Donaustadt und das stark wachsende Stadtentwicklungsgebiet Oberes Hausfeld. Auf rund 26 Hektar entsteht hier ein Stadtviertel mit Wohnungen, Arbeitsplätzen, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen sowie Grünräumen für rund 8.000 Menschen.
Auch technisch und ökologisch setzt die Station Maßstäbe. Am Dach sorgen mehr als 70 Photovoltaik-Module für umweltfreundliche Energie, begrünte Fassaden verbessern das Mikroklima im Umfeld.
Errichtet wurden außerdem ein Mittelbahnsteig, neue Stiegenaufgänge, zwei Aufzüge sowie zwei Fahrradgaragen. Der Ausbau erfolgte bei laufendem Betrieb der U2. Der Rohbau der Station war bereits 2013 im Zuge der Verlängerung Richtung Seestadt entstanden, der endgültige Ausbau startete 2021.
Benannt ist die Station nach Lina Loos, einer außergewöhnlichen Wienerin. Die Schauspielerin und Schriftstellerin lebte von 1882 bis 1950 und galt als mutige, unabhängige Frau ihrer Zeit. Nach der Scheidung von Architekt Adolf Loos machte sie international Karriere, engagierte sich als Friedensaktivistin und setzte sich zeitlebens für Frauenrechte, Abrüstung und gegen Neofaschismus ein.
Rund um die Station wird auch die klimafreundliche Mobilität weiter ausgebaut. Neue Radwege führen direkt zur U-Bahn, Fahrradgaragen erleichtern den Umstieg auf die Öffis, eine WienMobil-Rad-Station wird in den Platz integriert. Direkt neben der Station entsteht zudem eine neue Bushaltestelle.
Der angrenzende Lina-Loos-Platz wird in den kommenden Jahren zu einer grünen Oase umgestaltet. Mehr als 50 neue Bäume, großzügige Grünflächen, Sitzgelegenheiten und ein Wasserspiel sollen für Abkühlung und Aufenthaltsqualität sorgen.