ABBA-Star im Kampf gegen Bargeld

Skurrile Bewegung in Schweden: Eine Gruppe Aktivisten will Bargeld aus der Gesellschaft verbannen. Statt Münzen und Scheinen sollen die Menschen künftig mit Bankomat- und Kreditkarte bezahlen. An der Spitze der Bewegung steht Björn Ulvaeus, Sänger der Kultband ABBA.



Drei Mal sei sein Sohn Christian bereits überfallen worden, so Ulvaeus in einem Statement, das Ö3 am Dienstag ausgestrahlt hat. In einer bargeldlosen Gesellschaft wäre dies nicht passiert. Er selbst begleiche seine Rechnungen seit Jahren auf dem elektronischen Zahlungsweg, so Ulvaes. Zudem ist der einstige ABBA-Star überzeugt, dass seine Maßnahme der Korruptionsbekämpfung dient - "Konsum"-Sackerl voller Bargeld können dann nicht mehr den Besitzer wechseln, bei elektronischen Transaktionen wird der Geldfluss nachvollziehbar.

Zahl der Banküberfälle im Sinkflug
Dabei ist gerade in Schweden der bargeldlose Zahlungsverkehr so weit verbreitet wie in kaum einem anderen europäischen Land. Selbst in Kirchen kann "mit Bankomat" oder Kreditkarte gespendet werden. Auf die Kriminalstatistik wirkt sich das offenbar positiv aus; die Zahl der Banküberfälle ist im Sinkflug.

Das Ende des Geldes
Das theoretische Unterfutter zu Ulvaeus' Bewegung entstammt der Feder des US-Journalisten David Wolman. Wolman lebte ein Jahr "ohne Cash", seine Erkenntnisse hat er in dem Buch "The End of Money" zusammengefasst.

Was Wolman so schlimm findet an Bargeld? "Es ist schmutzig, überzogen von Kokain-Resten und Mikroben", sagte er dem kanadischen Sender CBC.

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