Sport

Aber HALO! So sehen die Formel-1-Stars die Strecke

Heute Redaktion
13.09.2021, 21:27
olympia live
olympia live

Fluch oder Segen? Das HALO-System sorgt für mächtig Aufregung in der Formel 1. Fest steht: Die Piloten haben die gleiche Sicht wie in einem alten VW-Käfer.

Alle Fans der Formel 1 können aufatmen! Der Saisonstart der Königsklasse des Motorsports am 25. März in Melbourne rückt immer näher.

Einen kleinen Vorgeschmack bieten die ersten Testfahrten, die am Montag in Barcelona gestartet wurden. Bei knackigen fünf Grad Außentemperatur eine durchaus frostige Sache für die Piloten, die von einer Heizung im Boliden nur träumen können.

"Sichtfeld wie im alten VW-Käfer bei Schneetreiben"

Ungewohnt ist für Hamilton, Vettel und Co. vor allem die Sicht, die sie jetzt auf die Strecke haben. Die zwei Titanstreifen des neuen Cockpit-Schutzes HALO laufen mittig im Sichtfeld des Fahrers zusammen, was den Ausblick durchaus beeinträchtigt. "Ein Sichtfeld wie im alten VW-Käfer bei Schneetreiben", bringt es die deutsche Zeitung "Welt" treffend auf den Punkt.

Während Experten wie Niki Lauda vor lauter Wut über HALO schäumen ("Fürchterlich, das ist der größte Rückschritt"), nehmen es die Piloten sportlich. "Es ist schon okay", erklärt etwa Mercedes-Ass Valtteri Bottas. "Kein HALO oder doch HALO, du spürst definitiv einen Unterschied, aber wenn du die ganze Zeit damit herum fährst, und es ist so beschlossen, dann ist es eben, wie es ist."

"Force India" musste eine Million US-Dollar für HALO berappen



Kein Freund des neuen Cockpit-Schutzes ist auch "Force India". Das F1-Team brachte laut eigenen Angaben eine Million US-Dollar für den Einbau des Zusatzteils auf. Um HALO im Boliden zu integrieren, musste ein komplett neues Chassis gebaut werden. Ein beträchtlicher Mehraufwand, der jetzt hoffentlich mit mehr Sicherheit für die Fahrer belohnt wird.

(red.)

Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen