Jetzt ist es offiziell: Dompfarrer Toni Faber soll sein Amt im Stephansdom im Sommer 2027 abgeben. Das bestätigte Erzbischof Josef Grünwidl am Samstag nach gemeinsamen Gesprächen mit dem langjährigen Dompfarrer. Besonders symbolträchtig: Faber und Grünwidl standen zuvor gemeinsam bei einer Firmung im Stephansdom am Altar – mehr als 40 Jahre nach ihrer gemeinsamen Priesterweihe.
"Toni Faber hat meinem Wunsch entsprochen, dass ich nach seinem 30-jährigen Jubiläum als Dompfarrer mir Gedanken über einen neuen Dompfarrer machen kann", so Grünwidl laut Ö1 Mittagsjournal. Man habe sich darauf geeinigt, dass Faber das Amt des Dompfarrers nach seinem 65. Geburtstag im Juli 2027 freimachen werde.
Es sei üblich, mit Erreichen des 65. Lebensjahres Gespräche über die Zukunft zu führen. Dazu komme, dass niemand das Amt des Dompfarrers bisher so lange ausgeübt habe wie Faber. "Da hat Toni Faber schon einen Rekord aufgestellt", so Grünwidl.
Ganz aus dem kirchlichen Leben verschwinden soll der bekannte Geistliche aber nicht. Laut dem Erzbischof soll Faber weiterhin als Seelsorger am Stephansplatz tätig bleiben. Faber selbst erklärte, er wolle "mit Leib und Seele Priester" bleiben. Das sei in seiner DNA eingeschrieben. Er habe gezeigt, was als Dompfarrer alles möglich ist. Er sehe sich als Brückenbauer zwischen Kirche, Politik, Kunst und Kultur. Der Dienst am Menschen mache ihm am meisten Spaß. Nach drei Jahrzehnten an der Spitze der Dompfarre endet im Sommer 2027 eine Ära im Stephansdom. Ein Nachfolger steht noch nicht fest