Absturz ins Unterhaus: Austria Kärnten in Konkurs

Während im Süden Afrikas die weltbesten Kicker um den WM-Pokal spielen, geht im Süden Österreichs die heimische Fußballposse weiter. Austria Kärnten hat gestern Konkurs angemeldet, will mit einer Sondergenehmigung aber in der Regionalliga spielen. Landeshauptmann Gerhard Dörfler winkt aber ab. Sein neuer Liebling: Erste-Liga-Aufsteiger Wolfsberg.
Wie Austria-Kärnten-Clubpräsident Mario Canori erklärte, wird ein 20-prozentiger Ausgleich angestrebt. Den genauen Schuldenstand könne er nicht nennen, er könnte aber bis zu drei Millionen Euro und mehr ausmachen. Trotzdem will Canori weitermachen, "das ist aber nur möglich, wenn Stadt und Land uns finanziell unter die Arme greifen".

Abstieg in das Kärntner Unterhaus

Ebenfalls Konkurs angemeldet wurde für die SK Austria Kärnten Wirtschaftsbetriebe GmbH, welche die Vermarktung der Werbeflächen, Spieler und Bandenwerbung betrieb. Hier betragen die Schulden 1,5 Millionen Euro. Canori will nach einem Zwangsausgleich mit einer Ausnahmebewilligung in der Regionalliga Mitte weitermachen. Ob ein solcher möglich ist, scheint aber unwahrscheinlich, denn das Land Kärnten hat bereits abgewunken. "Ich werde sicher keine Insolvenz aus Steuergeld mitfinanzieren", so Landeshauptmann Dörfler.

Wolfsberg gefällt Dörfler

Er werde hingegen mit dem in die Erste Liga aufgestiegenen Wolfsburger AC/St. Andrä Gespräche führen, denn "ich finanziere lieber Leistung, und in Wolfsberg ist die Fußballbegeisterung nach dem Aufstieg riesengroß". WAC-Präsident Dietmar Riegler habe bereits angekündigt, er könne sich vorstellen, einige Spiele im Klagenfurter Stadion auszutragen. "Das würde mir sehr gut gefallen", meinte Dörfler.

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