Ärger im Gemeindebau: "Muss mich bei Besuch genieren"

In einem Wiener Gemeindebau in Floridsdorf ist der Ärger groß. Das Stiegenhaus ist völlig vermüllt und tagsüber sollen Ratten ihr Unwesen treiben.

Der Dr.-Franz-Koch-Hof im 21. Wiener Bezirk sorgte schon vor einigen Wochen für Schlagzeilen – durch einen defekten Lift wurden dort bedürftige Bewohner vom Samariterbund bis in den 16. Stock hochgetragen. Nun gibt es in dem Gemeindebau aber wieder Ärger, diesmal jedoch wegen vermüllten Stiegenhäusern.

Ein "Heute"-Leser berichtet von unglaublichen Zuständen: "Die Papierbox ist ständig übervoll, alles liegt drum-herum. Früher hatten wir ja noch einen Hausbesorger, der sich um alles kümmerte." Doch das sei jetzt vorbei. Tagsüber sollen sogar Ratten ihr Unwesen treiben. "Kein Wunder, die Müllplätze sind ja auch voller Dreck. Mittlerweile muss ich mich genieren, wenn mich jemand besuchen kommt", ärgert sich der Anrainer. 

Reinigung verursacht massive Kosten

"Heute" fragte bei Wiener Wohnen genauer nach, was es mit den Müllbergen im Dr.-Franz-Koch-Hof auf sich hat. "Wiener Wohnen hat die Reinigungsleistung bereits erhöht: Sperrmüll wird zusätzlich einmal pro Woche in allen Müllplätzen und Müllräumen entrümpelt, Stiegenhäuser und Aufzüge zweimal wöchentlich gereinigt", bestätigt eine Pressesprecherin.

Eine weitere Ausweitung der Reinigungsleistung wäre allerdings aus Kostengründen nicht umsetzbar. Die Reinigungskosten sind nämlich zugleich auch Betriebskosten und damit automatisch ein Bestandteil der monatlichen Miete. "Die Ausweitung hätte daher eine massive Mietzinserhöhung für die Mieter zur Folge." Bezüglich der gesichteten Ratten wurde bereits eine großflächige Schädlingsbekämpfung veranlasst.

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