"Noch Programmierungsfehler"

Ärger nach Essen – Schranken im Donauzentrum blieb zu

Dieter erstellte ein Kundenkonto in der Park-App, gab dort sein Kennzeichen an. Trotzdem wurde dem Pensionisten die Ausfahrt verwehrt.
Victoria Carina  Frühwirth
16.01.2026, 05:15
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Ein Weihnachtsessen mit der Familie endete für den technik-affinen Pensionisten Dieter aus Klosterneuburg im Stress vor einem Parkgaragen-Schranken. Am 24. Dezember besuchte er mit seinen Angehörigen das Westfield Donau Zentrum in Wien-Donaustadt – und machte dabei eine unerfreuliche Erfahrung mit der digitalen Kennzeichenerkennung.

Kundenkonto in Park-App

Um die verlängerte Gratis-Parkzeit nutzen zu können, hatte Dieter bereits am Vortag ein Kundenkonto angelegt, seine E-Mail-Adresse sowie das Kennzeichen hinterlegt und die erfolgreiche Registrierung in seiner Handyapp kontrolliert. Die Einfahrt in die Garage verlief am Heiligabend zunächst problemlos, das Treffen mit der Familie entspannt.

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Nach dem rund zweistündigen Familienessen folgte jedoch der Schock bei der Ausfahrt. Der Schranken blieb vor Dieters Wagen geschlossen, hinter seinem Auto bildete sich rasch eine Schlange. Und das, obwohl Dieter mit seinem Kundenkonto drei Stunden Gratisparken versprochen wurden!

Sprint zum Fahrersitz

Der technik-affine Pensionist kontaktierte daraufhin über den Serviceknopf einen Portier und erklärte die Situation über einen Lautsprecher. Der Schranken wurde zwar geöffnet, schloss sich aber erneut, noch bevor Dieter wieder am Fahrersitz saß. Also musste Dieter erneut aussteigen, den Serviceknopf drücken, sich mit dem Portier verbinden lassen und erneut um Schrankenöffnung bitten.

Erst nach dem zweiten Anruf blieb genügend Zeit, um einzusteigen und auszufahren. "Ich hastete also zurück zum Wagen und fürchtete, dass der Schranken sonst wieder nach unten schnellen würde", schildert er im "Heute"-Gespräch.

Fremde Kennzeichen in Kundenkonto

Der Vorfall ließ ihm trotz Bescherung auch später keine Ruhe. Noch am selben Abend überprüfte er sein Kundenkonto in der Park-App. Dabei stellte er fest, dass zwar sein Konto existierte, jedoch plötzlich ein fremdes Kennzeichen hinterlegt war – ein BMW, wie ihm die App mitteilte. Dieter änderte den Eintrag in seinem Kundenkonto zurück zu seinem richtigen Kennzeichen (Wien-Umgebung) und löschte den BMW-Eintrag. Einige Tage später zeigte die App erneut ein anderes Fahrzeug an – diesmal ein Volvo aus Wien.

Dieses Autokennzeichen wurde Dieter am 28.12.2025 in seinem Kundenkonto angezeigt.
privat

Dieter wohnt in Klosterneuburg, fährt noch mit einem WU-Kennzeichen (statt KG) aus dem ehemaligen Bezirk Wien-Umgebung. "Ich vermute, dass hier das Problem seinen Ursprung haben könnte. Womöglich kann die Kennzeichen-Erfassung nicht mit alten WU-Nummernschildern umgehen und speichert deshalb Fantasie-Kennzeichen oder die Kennzeichen anderer Parkkunden zu meinem Kundenkonto", so die These des Parkkunden.

Programmfehler bei Kennzeichen-Speicherung

Am 28. Dezember wandte sich Dieter per E-Mail an das Donauzentrum und bat um Überprüfung seines Kundenkontos und der darin erschienenen Kennzeichen. Wochenlang blieb eine Antwort aus, ehe am 14. Jänner nach Dieters erneuter Anfrage eine Rückmeldung eintraf. Darin hieß es unter anderem: "Nach der durchgeführten Testphase haben wir erkannt, dass im Bereich der Kennzeichenspeicherung noch Programmierungsfehler sind." Und weiter: "Es wird daher bereits intensivst daran gearbeitet, eine entsprechende Umstellung vorzunehmen um in Zukunft solches auszuschließen."

Krankheitsbedingt erfolgte die Antwort des Donau Zentrums erst drei Wochen nach dem Vorfall.
privat

Für Dieter ist die Begründung schwer nachvollziehbar. "Mich wundert es, dass noch immer intensivst daran gearbeitet wird, wenn die neue Kennzeichenerkennung im Donau Zentrum seit einem Dreivierteljahr genutzt wird", sagt er.

{title && {title} } VF, {title && {title} } Akt. 16.01.2026, 07:37, 16.01.2026, 05:15
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