Brennen und Schmerzen

Ärztin klärt auf – diese Fehler machen viele beim Baden

Mit den heißen Temperaturen startet auch die Blasenentzündungs-Saison. Eine Linzer Gynäkologin erklärt, wie man sich am besten schützen kann.
Oberösterreich Heute
17.05.2026, 20:09
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Sommer, Sonne, Blasenentzündung! Während sich Oberösterreicher bald wieder in Seen und Freibäder stürzen, warnen Mediziner vor einer unangenehmen Schattenseite der Badesaison. Denn: Harnwegsinfekte treten in den heißen Monaten deutlich häufiger auf – Frauen sind besonders betroffen.

Ärztin gibt Tipps für die Badesaison

"Die Anzahl der Neuerkrankungen ist um 20 Prozent höher als im Winter. Vor allem bei Temperaturen über 25 Grad tritt eine Zystitis vermehrt auf", erklärt Dr. Felicitas Badran-Hochhauser, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern und Konventhospital Barmherzige Brüder. Schuld daran sei aber nicht das Baden selbst.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Das feucht-warme Milieu im nassen Badeanzug fördert das Wachstum von Bakterien im Genitalbereich", sagt die Gynäkologin. Vor allem Kolibakterien aus dem Darm können so leichter über die Harnröhre in die Blase gelangen. Die Folge: Brennen beim Wasserlassen, ständiger Harndrang und Schmerzen im Unterbauch.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, rät die Expertin zu einfachen Maßnahmen: "Der Badeanzug oder die Badehose sollte nach dem Schwimmen gewechselt werden." Wer besonders anfällig sei, solle außerdem duschen gehen, um Chlor- oder Salzreste abzuwaschen. Viel trinken helfe zusätzlich dabei, Bakterien aus der Blase auszuspülen.

Nierenbeckenentzündung möglich

Ist die Blasenentzündung einmal da, können laut der Ärztin pflanzliche Präparate oder D-Mannose helfen. "Bei stärkeren oder persistierenden Symptomen wird eine antibiotische Therapie empfohlen", so Badran-Hochhauser. Auch Schmerzmittel könnten die Beschwerden lindern.

Unterschätzen sollte man eine Blasenentzündung jedenfalls nicht: "Wenn eine Zystitis nicht richtig therapiert wird, kann das zu immer wiederkehrenden Harnwegsinfekten oder im schlimmsten Fall zu einer Nierenbeckenentzündung führen", warnt die Fachärztin. Erste Anlaufstelle bei Beschwerden sei der Hausarzt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 17.05.2026, 20:09
Jetzt E-Paper lesen