Eine Oberösterreicherin ist verärgert. Obwohl sie ihren ORF-Beitrag immer bezahlt habe, landete plötzlich ein Mahnschreiben eines Inkassobüros im Briefkasten. Was folgte, waren mehrere Telefonate mit der ORF-Beitrags Service GmbH (OBS).
Die Vorgeschichte: Die Frau lebt eigentlich mit ihrem Vater in einem Haushalt, hat aber noch eine andere Wohnung als Nebenwohnsitz, wo ihre Tochter hauptgemeldet ist. Für das Haus bezahlt der Vater die Gebühr, die Wohnung übernahm die Oberösterreicherin selbst.
Wie die "Krone" berichtet, sorgte die Wohnsituation der Frau offenbar für Verwirrung beim OBS, denn plötzlich erhielt die Tochter eine Mahnung – obwohl der Betrag für beide Haushalte bezahlt wurde. Anscheinend wurde die Oberösterreicherin an der Adresse ihrer Tochter abgemeldet. Informiert habe man sie darüber jedoch nicht.
Auch auf die Frage, was aus den bereits bezahlten 260 Euro geworden sei, habe sie vorerst keine Antwort erhalten. Ein Zustand, den die Mutter allerdings nicht hinnehmen wollte. Sie rief immer wieder beim OBS an.
Dort habe man ihr schlussendlich mitgeteilt, dass sie das Guthaben aktiv zurückfordern müsse. "Das kostet den Kunden Zeit und Geld, das kann ja nicht sein", wird die verärgerte Oberösterreicherin von der "Krone" zitiert. Erst nach einigen Wochen hatte sie das Geld wieder am Konto.
Gegenüber der Zeitung hieß es seitens des Beitrags-Service, dass die ORF-Gebühr seit dem 1. Jänner 2024 anders geregelt werde. Ab diesem Zeitpunkt wäre der Beitrag für jede Adresse zu entrichten, an der mindestens eine volljährige Person ihren Hauptwohnsitz hat.
Durch einen automatisierten Abgleich der vorliegenden Meldedaten von der Oberösterreicherin wurde ihr Nebenwohnsitz abgemeldet und deren Tochter als Kundin an der Adresse erfasst.