Ätna-Partikel zogen über Österreich hinweg

Der Ätna ist nach wie vor äußerst aktiv.
Der Ätna ist nach wie vor äußerst aktiv.Glomex
Die Aktivitäten des Ätnas auf Sizilien sind in ganz Europa bemerkbar. Sogar auf der deutschen Zugspitze wurden Partikel des Vulkans nachgewiesen. 

Der zuletzt wieder in die Gänge gekommene Ätna verteilt seine Partikel in ganz Europa. Der im südlichsten Winkel Italiens gelegene Vulkan eruptierte am 22. Februar so stark, dass Umweltforscher auch auf der deutschen Zugspitze, diese liegt rund 1.000 Kilometer Luftlinie entfernt vom Ätna, nahe der österreichischen Grenze Partikel nachweisen konnten. Konkret konnten die Wissenschaftler Schwefeldioxid und Aschepartikel feststellen. 

Erfasst wurden dies durch die Messstelle des Deutschen Wetterdienstes, die unterhalb der Gipfels der Zugspitze installiert ist. Dort wurden in der letzten Februarwochen bis zu 20 ppb (parts per billion, Teilchen pro eine Milliarde Luftteilchen) an Schwefeldioxid gemessen, ein mindestens 20 Mal höherer Wert, als unter normalen Umständen. Auch die Aschepartikel in der Luft nahmen stark zu. Die Werte korrelierten zeitlich mit den Ausbrüchen des sizilianischen Vulkans.

Die Emissionen des Vulkans erreichten eine für den Ätna ungewöhnliche Höhe von bis zu zwölf Kilometern. Auf Grund der Bedingungen wurden diese in nordwestliche Richtung über das Mittelmehr und die Südküste Sardiniens transportiert. Die Messungen wiesen darüber hinaus aber auch darauf hin, dass es in den oberen Luftschichten ein Bewegung Richtung Norden gab. Diese sorgte dafür, dass die Aschewolke über die Alpen hinweg bis nach Deutschland transportiert wurden. 

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