Schwere Vorwürfe

AfD-Insider packt aus – jetzt fliegt er aus der Partei

Ein ZDF-Auftritt wurde einem 62-jährigen AfD-Mitglied zum Verhängnis. Jetzt will ihn seine Partei loswerden. Offenbar hatte er zu viel erzählt.
Newsdesk Heute
10.07.2026, 14:12
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Acht Jahre lang war Kai-Uwe Uebner (62) Mitglied der AfD. Jetzt wurde der Mann aus Wernigerode (Sachsen-Anhalt) aus seiner Kreistagsfraktion geworfen und auch aus der Partei soll er rausfliegen. Der Grund: Ein Auftritt in der ZDF-Sendung "Frontal".

Darin kritisierte der 62-Jährige die Vetternwirtschaft in der AfD und sprach sogar von einer "Beutegemeinschaft". Demnach würden oft Verwandte in wichtige Positionen gehievt werden. So soll erst kürzlich die Ehefrau eines AfD-Mannes ins Rathaus von Wernigerode eingezogen sein.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Nachricht an AfD-Spitzenkandidaten

Auch über die teils rechtsextreme Gesinnung in der Partei hatte Uebner gesprochen. So soll ein AfD-Kommunalpolitiker sogar den Spitznamen SA-Sturmführer Horst Wessel tragen. Die "Volksstimme" vermutet den AfD-Stadtratsfraktionschef von Wernigerode, Andy Stechhahn, dahinter. Im Jahr 2023 soll er beim Neonaziaufmarsch zum "Tag der Ehre" in Budapest dabei gewesen sein.

Der 62-Jährige habe den AfD-Spitzenkandidaten Sachsen-Anhalts, Ulrich Siegmund, per WhatsApp-Nachricht vor den Rechtsextremen in der Partei gewarnt. Wie Uebner nun gegenüber der "Bild" sagte, habe er keine Antwort erhalten.

Vertrauliche Angelegenheiten verraten

Man habe ihn lediglich über seinen Rauswurf informiert, weil er vertrauliche Angelegenheiten verraten habe. Darüber zeigte sich der 62-Jährige verärgert, da er "nur die Wahrheit" gesagt habe und dies auch wieder so machen würde.

Uebner war bereits im Mai aus der Stadtratsfraktion in Wernigerode ausgetreten. Das nationalistische Gedankengut seiner Kollegen habe ihn schockiert. So soll sich einer davon ein Rechtsrock-Konzert besucht und sich mit einer "schwarzen Sonne" gezeigt haben. Dabei handelt es sich um ein bekanntes Neonazi-Symbol. Uebner geht davon aus, dass das Parteiausschlussverfahren gegen ihn erst nach der Wahl in Sachsen-Anhalt durchgezogen wird.

{title && {title} } red, {title && {title} } 10.07.2026, 14:12
Mehr zum Thema
Jetzt E-Paper lesen