Laegreid hatte einen der größten Erfolge seiner Karriere geholt, im TV-Interview danach aber vor der Weltöffentlichkeit zugegeben, seine Ex-Partnerin – die beiden sind mittlerweile getrennt – betrogen zu haben. Es sei ein großer Fehler gewesen, sagte er unter Tränen.
Die Ex-Freundin des norwegischen Biathleten hat derweil wenig Verständnis für dessen aufsehenerregenden Liebesschwur bei den Olympischen Spielen. "Das ist schwer zu verzeihen", sagte die Frau der norwegischen Tageszeitung "Verdens Gang" über die Untreue des Bronzemedaillengewinners, "selbst nach einer Liebeserklärung vor der ganzen Welt".
Laegreid hatte nach dem Einzel in Antholz am Dienstag live im Fernsehen unter Tränen von seinem Seitensprung berichtet. Diesen habe er der Frau, die anonym bleiben will, erst vor einer Woche gestanden, woraufhin sie ihn verlassen habe. Laegreid sprach reuig von der "Liebe meines Lebens", die er zurückgewinnen wolle.
"Ich habe mir nicht ausgesucht, in dieser Position zu sein", sagte die Frau, "und es ist schwer zu ertragen. Wir hatten Kontakt und er kennt meine Meinung dazu." Zugleich bedankte sie sich bei ihrer "Familie und Freunden, die mich aufgefangen haben und mich unterstützen. Auch allen anderen, die an mich dachten und mit mir sympathisierten, ohne zu wissen, wer ich bin."
Einen für sie schönen Aspekt gewann sie dem Rennen allerdings ab. "Es war rührend zu sehen, dass Sivert in den Sieg mit eingeschlossen wurde", sagte sie. Goldmedaillengewinner Johan-Olav Botn hatte im Ziel seines verstorbenen Teamkollegen Sivert Guttorm Bakken gedacht.