Das Wien Museum widmet der österreichischen Hauptstadt mit "Mixed" eine neue Ausstellung: "Wir haben uns 48 Geschichten herausgesucht, die etwas über die Geschichte der Diversität in Wien erzählen. Die viel tiefergehender, langfristiger und interessanter ist, als viele Leute annehmen würden", erklärt Kurator Jakob Lehne im "Heute"-Talk.
Die Ausstellung ist bis 20. April 2025 im Museum zu sehen. Sie beleuchtet, wie Wien zu dem Wien geworden ist, das wir heute kennen und dass Städte ohne äußere Einflüsse nicht divers wären.
Ein wichtiger Punkt in Wien ist das Wienerische. Das wurde von vielen verschiedenen Sprachen beeinflusst: "Seit den 1950er Jahren gibt es nostalgische Bestrebungen, das in irgendeiner Weise festzuhalten. 1951 kommt das erste Wörterbuch dahingehend heraus. Da beginnt der Trend, das Wienerische festzuhalten. Die Realität ist, dass sich das wienerisch ständig verändert", so Lehne.
„Der Mix, der daraus entsteht, ist das, was uns interessiert hat“Jakob Lehneim Gespräch mit "Heute"
Seit Jahrhunderten ist Wien ein Ort, wo Sprachen und Traditionen, Geschlechter, Kulturen und Utopien verhandelt und vermischt werden. Dabei entstehen auch manchmal überraschende Mischungen: "1904 gab es in Wien ein afrikanisches Restaurant, das aber Wiener Küche serviert hat. Der Mix, der daraus entsteht, ist das, was uns interessiert hat", so der Kurator.
„Diversität ist Motor der Metropole“Jakob Lehneim Gespräch mit "Heute"
Wie wäre eine Stadt, wenn es keine äußeren Einflüsse gäbe? "Viele der Dinge, die man mit Städtischem assoziiert, wären dann nicht mehr vorhanden. Die Stadt ist ein Ort, der dadurch lebt, dass er in irgendeiner Form divers ist. Diversität ist Motor der Metropole", erklärt Lehne.