Österreich jubelt über die nächste Goldmedaille bei den Paralympics in Cortina. Johannes Aigner fuhr gemeinsam mit Guide Nico Haberl im Super-G der sehbeeinträchtigten Klasse zum Sieg.
Das Duo setzte sich auf der Tofana knapp vor den Italienern Giacomo Bertagnolli und Andrea Ravelli durch. Der Vorsprung im Ziel betrug nur 0,16 Sekunden. Bronze ging an die Kanadier Kalle Eriksson und Sierra Smith.
Für Aigner ist es bereits das zweite Gold bei diesen Spielen. Schon am Samstag hatte der Niederösterreicher in der Abfahrt ganz oben am Podest gestanden.
Auch bei den Frauen gab es Grund zum Jubeln für Österreich. Veronika Aigner holte mit Guide Lilly Sammer Silber. Der Sieg ging an die Italienerinnen Chiara Mazzel und Nicola Cotti Cottini, Bronze an die Slowakinnen Alexandra Rexova und Sophia Polak.
Trotz der Medaille zeigte sich Aigner selbstkritisch. "Wir wissen, dass wir mehr können und das heute nicht auf die Piste gebracht haben", sagte die Niederösterreicherin. Der Lauf sei schwierig gewesen und habe viel Gefühl verlangt. "Ich bin vielleicht mit ein bisschen zu viel Kopf gefahren."
Ganz unglücklich ist sie über Silber aber nicht: "Wir wären schon blöd, wenn wir über eine Silbermedaille bei unserem ersten gemeinsamen Super-G-Rennen jammern würden."
Pech hatte hingegen die zweite Österreicherin. Elina Stary stürzte und schied aus. Die 19-Jährige kam mit einer Daumenprellung davon. "Ich bin ziemlich auf den Kopf gefallen, aber zum Glück nichts Schlimmes", sagte sie danach.