"Dafür trainiere ich nicht"

ÖSV-Superstar zweifelt, denkt über große Änderung nach

Marco Schwarz denkt nach einer schwierigen Saison über einen Slalom-Verzicht nach. Atle Lie McGrath siegt nach seiner Waldflucht.
Sport Heute
09.03.2026, 06:57
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ÖSV-Star Marco Schwarz spricht nach Rang 13 im Slalom von Kranjska Gora offen über Zweifel.

Der 30-Jährige fährt derzeit in mehreren Disziplinen, ist aber nur Mittelmaß, für einen Sprung auf das Stockerl reicht es nicht. Zuletzt stand er am 27. Dezember 2025 am Podest, als er den Super-G in Livigno gewann.

"Dafür trainiere ich nicht"

"Vier Disziplinen macht wenig Sinn. Es macht aber auch wenig Sinn, in drei Disziplinen Mittelmaß zu sein", sagt" Schwarz im ORF. Der ÖSV-Star denkt deshalb sogar darüber nach, künftig im Slalom nicht mehr an den Start zu gehen. Entscheidend sei für ihn, dort zu fahren, wo er sein volles Potenzial ausschöpfen kann.

"Man muss sich die Frage stellen, wo ich die meisten Punkte machen kann und wo ich mein ganzes Potenzial ausschöpfen kann", erklärte Schwarz. "Es nutzt nichts, wenn ich in vier Disziplinen fahre und in vier Disziplinen um den 15. Platz herumfahre. Das macht keinen Spaß, und dafür trainiere ich nicht."

"Mittelmäßig"

Bis zum Saisonfinale will der Kärntner aber noch alle Rennen mitnehmen. Vor allem in der Abfahrt möchte er weiterhin Erfahrungen sammeln. "Da ist es eine Timing-Geschichte, da möchte ich jeden Kilometer nutzen. Ich fühle mich körperlich fit, deshalb mache ich das."

Über sein Rennen in Kranjska Gora sprach Schwarz selbstkritisch. "Natürlich ist es frühlingshaft, bei solchen Bedingungen ist es in der Mitte drin immer schwierig, da macht man nicht so einen großen Schritt nach vorne", sagte er. "Man hat vom ersten Durchgang eigentlich keinen Vorsprung. Ich glaube, die Fahrt war besser als im ersten Durchgang, aber – was soll ich sagen – mittelmäßig."

McGrath meldet sich zurück

Der Sieg im Slalom ging an Atle Lie McGrath. Der Norweger gewann einen echten Hundertstel-Krimi und rettete gerade einmal 0,01 Sekunden Vorsprung auf Henrik Kristoffersen ins Ziel. Rang drei ging an Lucas Pinheiro Braathen.

Für McGrath war der Triumph emotional. Bei den Olympischen Spielen hatte er im Slalom geführt, war dann aber ausgeschieden. Danach zog er sich sofort in den Wald zurück, um den sportlichen Tiefschlag und den Tod seines Opas zu verdauen.

„Es war so knapp, so schlimm. Es war nach Olympia und da sind meine Flashbacks gekommen", sagt McGrath.

Nun meldete sich der Norweger eindrucksvoll zurück und reist als Führender der Slalom-Wertung zum Weltcup-Finale nach Hafjell in seiner Heimat.

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