"Nehme es nicht ernst"

Kristoffersen raunzt schon wieder – ÖSV-Ass kontert

Aufregung in Kranjska Gora. Die Kurssetzung des zweiten Riesentorlauf-Durchgangs sorgte am Samstag für hitzige Diskussionen.
Sport Heute
07.03.2026, 13:56
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Auf dem berüchtigten Podkoren hatte sich Kurssetzer Ola Masdal, der Technik-Cheftrainer des norwegischen Teams, etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Er setzte für einen Riesentorlauf äußerst zügig, phasenweise im Flachen beinahe gerade – vergleichbar zu einer Vertikale im Slalom. Die Technik-Asse bauten jedenfalls ungewohnt viel Geschwindigkeit auf.

Das zeigte sich auch anhand der Laufzeit, die rund neun Sekunden schneller war als im ersten Riesentorlauf-Durchgang, den der Trainer von Andorras Joan Verdu noch ausgeflaggt hatte.

Kristoffersen-Beschwerde

Aufgrund der flotten Kurssetzung wurde jedenfalls hitzig diskutiert. Der Belgier Sam Maes zeigte im Ziel den Scheibenwischer, deutete damit seine Unzufriedenheit über den Riesentorlauf-Kurs an. Auch ausgerechnet der Norweger Henrik Kristoffersen hatte sich über den Lauf seines Landsmannes sogar bei FIS-Renndirektor Markus Waldner beschwert. Dieser, so erzählte ORF-Co-Kommentator Thomas Sykora, habe selbst gesagt, dass es kein sonderlich gelungener Lauf sei, Masdal habe sich allerdings im Rahmen des Reglements aufgehalten. So konnte auch der Ski-Weltverband FIS nicht eingreifen. Der Trainer der Norweger ist nicht Coach von Kristoffersen, der ist als Ein-Mann-Team unterwegs.

Am Ende gab es für Kristoffersen den siebten Rang, 1,72 Sekunden hinter Sieger Lucas Pinheiro Braathen aus Brasilien. Loic Meillard aus der Schweiz wurde Zweiter (+0,54), Österreichs Stefan Brennsteiner Dritter (+0,80). Auffallend: Der Norweger Atle Lie McGrath machte in der Entscheidung vier Plätze gut, wurde Vierter (+1,12).

Haaser: "Das nehme ich nicht ernst"

Andere waren mit dem Lauf durchaus zufriedener, etwa der von der Speed-Seite kommende Raphael Haaser. "Es kommt mir sicher entgegen. Ein Riesentorlauf sollte auch hin und wieder so sein, ist auch zum Zuschauen lässiger, wenn Tempo drinnen ist", meinte der Tiroler, der amtierende Weltmeister in dieser Disziplin. Am Ende schaute ein neunter Platz für Haaser heraus, er wurde zweitbester Österreicher, machte in der Entscheidung mit der zweitbesten Laufzeit noch zehn Ränge gut.

Und hatte dann noch eine Botschaft für Kristoffersen übrig. "Ich habe noch nicht viele Tage erlebt, wo sich der nicht beschwert hat", musste Haaser auf die Kritik des Norwegers angesprochen schmunzeln, ergänzte: "Das nehme ich gar nicht mehr ernst".

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