Aigner ging am Samstag als Topfavoritin ins Rennen und wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Die sehbeeinträchtigte Niederösterreicherin raste mit Guide Lilly Sammer in 1:22,55 Minuten zu ihrer bereits dritten Paralympics-Goldmedaille – 2022 siegte sie bereits zweimal.
Die 23-Jährige setzte sich 48 Hundertstelsekunden vor der Italienerin Chiara Mazzel, der härtesten Konkurrentin, durch. Die Slowakin Alexandra Rexova wurde mit 4,90 Sekunden Rückstand Dritte.
"Das war definitiv ein Auftakt nach Maß. Wir sind mit einer Anspannung zum Start gegangen, haben uns perfekt abgestimmt, wir haben schon während des Laufes bemerkt, das ist unser Lauf. Als die Lilly im Ziel gesagt hat, dass die Chiara hinter uns ist, haben wir zum Plärren angefangen", strahlte Aigner im ORF. Die erst 16-jährige Sammer ersetzte kurzfristig Schwester Elisabeth Aigner als Guide der Paralympics-Topläuferin.
Bei den Spielen in Norditalien wird die 23-Jährige noch im Super-G, im Riesentorlauf, im Slalom und in der Kombination an den Start gehen. "Es ist voll schön, ich kann es gar nicht glauben, es ist richtig lässig und taugt mir", strahlte Guide Sammer.