Was für eine Geschichte! Laura Pirovano fuhr in ihrer Heimat Italien, in Val di Fassa, zu ihrem ersten Weltcup-Sieg – und setzte sich in einem Hundertstel-Krimi mit dem knappsten möglichen Vorsprung von 0,01 Sekunden vor der Deutschen Emma Aicher durch. Im "ORF"-Interview wirkte die Italienerin dann leicht verwirrt – und unterbrach kurzerhand selbst die Befragung.
"Ich kann das gar nicht verstehen. Heute ist ein wundervoller Tag, ich bin so stolz auf mich. Ich habe das noch gar nicht realisiert", so die überglückliche Siegerin. Doch dann wirkte sie plötzlich abgelenkt. "Oh mein Gott, Entschuldigung", sagte die Italienerin kurz und drehte dann mitten im Interview der Kamera den Rücken zu. Der Grund: Teamkollegin Roberta Melesi kam in dem Moment ins Ziel, fuhr mit Startnummer 39 auf den 15. Platz. "Wuuuuh", jubelte sie ihrer Freundin zu.
"Es tut mir so leid", erklärte sie die Unterbrechung strahlend. Dann fand sie aber wieder zu sich und richtete ihre mitfühlenden Worte an Aicher, die um eine Hundertstel den Sieg verpasste. "Ich war immer da, aber es hat nie gereicht. Ich habe mich bei Emma für den Vorsprung entschuldigt. Aber das ist okay, für all die Male, in denen ich knapp zurückgelegen bin", so Pirovano.