Alaba kontert Kritiker: "Tatar? Wer ist das?"

David Alaba beim Coca-Cola-Cup in Wien: So denkt er über einen Wechsel von Ronaldo zu "seinen" Bayern, über Kritik an seiner Person und die WM 2018.
David Alaba ist auf Heimat-Urlaub in Wien. Einen Besuch beim Bundesfinale des Coca-Cola-Cups, dem Turnier der besten U12-Mannschaften des Landes, lässt er sich dabei nicht entgehen.

Kaum steigt der Bayern-Legionär aus seinem Audi-S8-Dienstwagen wird er bereits von einer Traube junger Fans umringt. Und der 24-Jährige gibt dann auch prompt den Superstar zum Angreifen, geduldig schreibt er Autogramme und posiert für Selfies.

Im Anschluss stellt er sich den Fragen des "Heute"-Reporters und andere Journalisten. Hier das Interview:

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Herr Alaba, wie lange haben Sie noch Urlaub?



David Alaba: "Ich muss am 10. Juli wieder in München sein, da ist mein Trainingsauftakt. Ich war jetzt ein paar Tage zuhause, bei der Familie und Freunden. Jetzt noch den Coca-Cola-Cup und dann geht's auch für mich ab in den Urlaub."

Welche Ziele haben Sie sich für die neue Saison gesteckt?



"Die aktuelle Saison ist jetzt erst vorbei für mich. Das letzte Länderspiel war erst vor einer Woche. Aber natürlich lässt man die Saison Revue passieren und versucht ein bisschen zu analysieren. Aber noch habe ich ja Zeit bis die nächste Saison beginnt und bis dahin werde ich mir meine persönlichen Ziele für die nächste Saison stecken."

Wie schwierig war es für Sie, den verpassten Sieg in der WM-Qualifikation in Irland zu verdauen?



"Das war sicherlich keine einfache Situation. Wir habe uns vorgenommen drei Punkte von dort mit zu nehmen. Wir haben mehr vorgehabt, aber es ist halt so gekommen. Wenn man 1:0 führt und dann noch so spät den Ausgleich kassiert, ist das nicht einfach. Aber es ist noch nicht vorbei, das wissen wir alle. Unser Fokus liegt noch immer darauf, zu gewinnen, Punkte zu sammeln und erfolgreich zu sein. Solange es nicht vorbei ist, werden wir alles dafür tun."



Der Sommer ist auch die Transferzeit – und niemand geringerer als Cristiano Ronaldo hat angekündigt, dass er Real verlassen will. Manchester United, PSG und auch ihre Bayern werden als Interessenten gehandelt.

"Wirklich?"

Hören Sie das jetzt zum ersten Mal von mir?



"Ja."

Was geht ihnen durch den Kopf, wenn Sie sich Ronaldo als ihren Mitspieler vorstellen?

(schmunzelt) "Was soll ich sagen? Es ist ja kein Geheimnis, dass er ein Weltklassespieler oder wenn nicht sogar der beste Spieler der Welt ist. Er wäre sicherlich eine Verstärkung." (lacht)

Sie haben jetzt in München ein Jahr unter Carlo Ancelotti trainiert – wie würden Sie ihn beschreiben?

"Sehr, sehr positiv. Ich konnte bereits in einem Jahr sehr viel vom Trainer mitnehmen. Er hat wirklich wunderbare Fähigkeiten mit Spielern umzugehen. Er zeigt das jeden Tag in den Trainingseinheiten, aber auch im Alltag. Er hat sehr viele Erfahrungen gesammelt, er ist ein sehr erfolgreicher Trainer."



Nach dem Irland-Spiel gab es wieder Kritik an ihnen. Alfred Tatar hat sich geäußert…

"Wer?"

Alfred Tatar, der Ex-Mattersburg-Trainer und jetzige Sky-Experte. Er meinte, dass du in der Nationalmannschaft besser links in der Abwehr als im Mittelfeld spielen solltest. Wie antwortest du ihm?

"Weiß nicht, was ich da jetzt sagen soll. Ich kenne die Person nicht wirklich. Das ist halt seine Meinung."



Exakt hat Tatar gemeint, dass Sie sich die Position, die sie im Team spielen, selbst aussuchen. Was sagen Sie zu dieser Aussage?

"Das hat er auch gesagt? Okay. Ich denke, dass wir einen Trainer haben, der versucht, die Mannschaft so aufzustellen, dass wir bestmöglich spielen. Wir verfolgen als Mannschaft das Ziel, erfolgreich Fußball zu spielen. Und nach diesem Kriterium stellt der Trainer dann auch auf."

(AK)

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