Für Marc Janko und Martin Harnik war das Freundschaftsspiel gegen Bosnien in Wien ein ganz besonderes. Australien-Legionär Janko erzielte beim 1:1 den Führungstreffer und markierte somit sein 20. Tor für das ÖFB-Team. Der eingewechselte Martin Harnik feierte seinen 50. Länderspiel-Einsatz für Österreich. Dennoch war die Freude der beiden Jubilare aufgrund der Verltzung von David Alaba etwas getrübt.
Für Marc Janko und Martin Harnik war das etwas getrübt.
"Es ist schön so eine Marke zu knacken und dass man so etwas erreicht hat. Heute überwiegt aber die Enttäuschung über. Man weiß nicht genau wie schwer es ist, aber es sieht nicht gut aus. Aber es wäre nicht der David, wenn er nach der Verletzung nicht wieder stärker zurückkommen wird", meinte Team-Kapitän und Jubiläums-Torschütze Janko.
Auch Janko wurde in der Halbzeit durch eine Verletzung gestoppt und musste in der Kabine bleiben: "Meine Schultermuskulatur hat leider komplett zugemacht und ich konnte den Arm nicht mehr bewegen. Ich kann deswegen nur die erste Halbzeit beurteilen und da haben wir die ein oder andere Chance herausgespielt und sind verdient in Führung gegangen", so der treffsichere Sturmtank.
"In Sydney fühle ich mich rundum wohl. Man muss immer das große Ganze betrachten. Wenn man nicht spielen darf, geht man auch nicht so gerne zur Arbeit. Aber wenn alles passt, dann hat man ein komplett anderes Auftreten und Selbstvertrauen. Ich hoffe, dass im Nationalteam und im Verein noch viele Tore dazukommen. Das wichtigste ist einfach, körperlich fit zu bleiben", erklärte Janko seine momentane Top-Form.
Auch Martin Harnik feierte mit seinem 50. Länderspiel-Einsatz für Österreich ein rundes Jubiläum. "Es hat schon ein bisschen getrübt, dass ich nicht von Beginn an gespielt habe. Ich hätte mich sehr gefreut, wenn ich bei der Hymne auf dem Platz gestanden wäre. Aber ich bin glücklich, dass ich zum Einsatz gekommen bin und freue mich jetzt über das Jubiläum", so ein entspannter Martin Harnik.
-Legionär auf seine bisherige ÖFB-Karriere zurück.
"Mal schauen, wie viele Länderspiele noch dazukommen, aber ein Interview auf 'Österreichisch' wird es wohl nicht mehr geben. Ich glaube aber auch, dass die Medien für mein Hochdeutsch sehr dankbar sind“, schmunzelte der Halb-Deutsche zum Abschluss.
Aus dem Ernst-Happel-Stadion: Phillip Platzer