Drohne umkreist Gebiet

Alarm bei Benko-Villa – Polizei steht im Großeinsatz

Ein Einbruchsalarm bei der leer stehenden Benko-Villa in Innsbruck-Igls löste am Samstag einen stundenlangen Polizeieinsatz aus.
André Wilding
16.08.2026, 10:43
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Mehrere Polizeistreifen, Spurensicherung und sogar eine Drohne: Rund um die Villa von Signa-Gründer René Benko herrschte am Samstagnachmittag plötzlich reger Betrieb. Um exakt 13.03 Uhr war bei dem Anwesen in Innsbruck-Igls ein Einbruchsalarm ausgelöst worden – das berichtet die "Kronen Zeitung".

Die Polizei rückte daraufhin mit mehreren Kräften an. Den konkreten Tatort nannte sie nicht. Zum Vorfall teilte sie gegenüber der Tageszeitung lediglich mit: "Es wurde eine Türe eines Hauses aufgebrochen."

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Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Der Einsatz zog sich über mehrere Stunden. Augenzeugen berichteten gegenüber der "Krone", dass eine Drohne knapp eineinhalb Stunden lang immer wieder rund um das Anwesen gekreist sei. Später rückte auch die Spurensicherung an. Gegen Mitternacht wurde bei der Villa erneut Polizei beobachtet.

Ob sich die Einbrecher zuvor Zutritt zum Gebäude verschafft hatten, ist Gegenstand der Ermittlungen. Bei der Durchsuchung traf die Polizei jedenfalls niemanden mehr an. "Im Zuge der Durchsuchung konnten keine Personen im Gebäude festgestellt werden. Es wurden nach derzeitigem Stand auch keine Gegenstände gestohlen", heißt es von den Ermittlern zur "Krone".

Die Beamten sicherten Spuren, die nun ausgewertet werden. Nach den Verantwortlichen wird gesucht.

Für die derzeit leer stehende Villa ist es nicht der erste derartige Vorfall. Bereits Anfang Juli hatten Unbekannte versucht, gewaltsam in das Anwesen einzudringen. An den Sicherheitsvorkehrungen scheiterten sie jedoch. Vom Grundstück verschwand damals allerdings eine rund 300 Kilogramm schwere Dinosaurier-Skulptur des Künstlers Philippe Pasqua.

Spekulationen um Zukunft

Auch über die weitere Zukunft der Villa wurde zuletzt spekuliert. Gerüchte über eine mögliche Nutzung als Luxushotel machten die Runde. Nach Angaben der Stadt Innsbruck wäre das unter der derzeitigen Widmung aber nicht möglich.

"Die auch als 'Benko-Villa' bekannte Liegenschaft am Viller Steig 2 ist im rechtskräftigen Flächenwidmungsplan gemäß § 38 Abs. 1 des Tiroler Raumordnungsgesetzes (TROG) als reines Wohngebiet gewidmet. Eine Hotelnutzung ist auf Grundlage dieser Widmung nicht zulässig", erklärte die Stadt gegenüber der Tageszeitung.

Für eine touristische Nutzung wären "ein konkretes Projekt sowie ein Widmungsverfahren mit abschließendem Beschluss des Innsbrucker Gemeinderats" notwendig. Je nach Umfang müssten außerdem weitere Widmungsfragen und notwendige Genehmigungen geprüft werden. Hinzu kommen vertragliche Verpflichtungen zum Erhalt des Baumbestandes auf dem Grundstück.

"Offen für qualitätsvolle Entwicklungen"

Derzeit gibt es laut Stadt weder ein Ansuchen noch ein konkretes Projekt für einen Beherbergungsbetrieb. Grundsätzlich sei man aber "offen für qualitätsvolle Entwicklungen" und würde "entsprechende Vorhaben anhand klarer Kriterien" prüfen.

Stadtplanungsstadträtin Janine Bex (Grüne) nennt in der "Krone" als Voraussetzung "ein nachvollziehbarer Mehrwert für Igls und seine Bevölkerung". Sollte tatsächlich ein Projekt eingereicht werden, seien "dessen Qualität, die Auswirkungen auf den Standort sowie der konkrete Nutzen für den Stadtteil maßgeblich".

Vorerst steht aber nicht die Zukunft der Villa im Mittelpunkt. Nach dem neuerlichen Einbruchsalarm läuft die Suche nach den Verantwortlichen.

{title && {title} } wil, {title && {title} } 16.08.2026, 10:43