Ursprung in Afrika

Alarm im Stall! Neues Virus befällt Österreichs Rinder

Ein Virus aus Afrika sorgt bei Österreichs Rinderbauern für Unruhe. Fälle wurden in Vorarlberg, Tirol und Oberösterreich nachgewiesen.
Newsdesk Heute
08.09.2026, 21:39
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In den heimischen Ställen breitet sich derzeit ein – zumindest hierzulande – neuartiges Rindervirus aus. Die Rede ist vom Shamonda-Virus, welches erstmals in den 1960er-Jahren in Nigeria nachgewiesen wurde. Neben Rindern können auch Schafe, Ziegen, Alpakas und Pferde betroffen sein.

Laut dem deutschen Friedlich-Loeffler-Institut handelt es sich dabei um ein sogenanntes Orthobunyavirus aus der Simbu-Serogruppe. Bisher trat es im westlichen, östlichen und südlichen Afrika und in Japan auf. Seit dem Sommer kam es jedoch auch zu Fällen in der Schweiz, Frankreich und Deutschland.

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Das sind die Symptome

Mitte August erreichte die Rinderkrankheit auch Höfe in Österreich. So wurden Fälle in Vorarlberg, Oberösterreich und Tirol dokumentiert, berichtet die "Tiroler Tageszeitung" unter Berufung auf die Landwirtschaftskammer. Laut dem Veterinärmediziner Stefan Sieberer gab es den ersten Fall in Tirol in Thiersee, aber auch Rinderhalter im Inntal seien betroffen.

Da die Krankheit in Österreich nicht meldepflichtig ist, kann über die genaue Anzahl der infizierten Tiere nur spekuliert werden. Die Symptome sind wässriger Durchfall, Fieber, Fressunlust und ein Rückgang bei der Milchleistung. Zu neurologischen Störungen sei es bereits bei infizierten Pferden gekommen. Die Verläufe in Tirol seien laut dem Veterinärmediziner glücklicherweise mild.

Übertragung durch Mücken

Übertragen wird das Shamonda-Virus normalerweise durch Gnitzen – also blutsaugende Mücken. Von Tier zu Tier kann die Krankheit nicht weitergegeben werden. Die Ausnahme stelle hier jedoch die Übertragung von Muttertier auf den Fötus dar. In diesem Fall kann es zu Missbildungen bei Muskulatur, Skelett oder im zentralen Nervensystem kommen. Für Menschen bestehe keine Gefahr.

Todesfälle bei Tieren seien eher selten, eine Impfung sei derzeit nicht möglich. Die kranken Tiere würden symptomatisch behandelt werden, hieß es seitens des Tiroler Veterinärs. Rinderhaltern wird empfohlen, ihre Tiere vor Gnitzenstichen zu schützen. Als Maßnahmen werden das Ausschalten nicht notwendiger Stallbeleuchtung bei Nacht, ausreichend Luftbewegung und das Vermeiden von Weidegängen zur Hauptaktivitätszeit der Gnitzen genannt. Diese sei während der Morgen- und Abenddämmerung.

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