Tierischer Engpass

Schon Wintervorräte in Verwendung! Viel zu wenig Futter

Die historische Trockenheit lässt Wiesen verdorren, Heuvorräte schrumpfen und bringt viele Bauernhöfe mit den Tieren in eine existenzbedrohende Lage.
Heute Tierisch
06.08.2026, 10:22
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Die anhaltende Hitze macht nicht nur Menschen, Haustieren und Wildtieren zu schaffen – auch Österreichs Nutztiere geraten zunehmend in Bedrängnis. Während die Temperaturen vielerorts seit Wochen an der 35-Grad-Marke kratzen, wächst auf zahlreichen Wiesen kaum noch frisches Gras. Was für Spaziergänger nach einem trockenen Sommer aussieht, entwickelt sich für Viehbetriebe zu einem ernsthaften Problem: Es fehlt an Futter.

Wiesen knusprig braun!

Heu und Grassilage bilden die wichtigste Nahrungsgrundlage für Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde. Doch genau diese Futterpflanzen leiden massiv unter der anhaltenden Trockenheit. Zahlreiche Landwirte berichten von deutlich geringeren Erträgen, teilweise sind ganze Grasschnitte ausgefallen. In manchen Regionen werden Einbußen von bis zu 50 Prozent gemeldet.

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Besonders problematisch: Viele Betriebe müssen bereits jetzt auf jene Heuvorräte zurückgreifen, die eigentlich für den kommenden Winter gedacht waren. Damit wächst die Sorge, dass in den kalten Monaten nicht mehr genügend Futter vorhanden sein könnte.

Wintervorrat schwindet

Für viele Tierhalter bleibt nur der Zukauf von Heu. Doch auch das gestaltet sich zunehmend schwierig. Weil die Trockenheit weite Teile Mitteleuropas betrifft, ist hochwertiges Futter knapp und entsprechend teuer. Landwirtschaftskammern und Futtermittelbörsen versuchen bereits, überschüssige Vorräte zwischen den Bundesländern zu vermitteln.

In besonders stark betroffenen Regionen mussten einzelne Betriebe sogar Tiere verkaufen, weil sie ihre Herden nicht mehr ausreichend versorgen konnten.

Teuerungen für Heu erwartet

Von der Futtermittelknappheit betroffen sind längst nicht nur Milchviehbetriebe. Auch Pferdehalter beobachten die Entwicklung mit Sorge. Steigen die Heupreise weiter oder verschlechtert sich die Ernte erneut, könnte hochwertiges Pferdeheu im Herbst deutlich teurer werden. Auch Schaf- und Ziegenhalter stehen vor großen Herausforderungen, denn gerade kleinere Betriebe verfügen oft nur über begrenzte Lagerkapazitäten.

Doppelte Belastung

Neben dem Futtermangel leiden die Tiere auch unmittelbar unter den hohen Temperaturen. Kühe produzieren bei Hitze weniger Milch, fressen schlechter und geraten schneller in Hitzestress. Gleichzeitig trocknen Weiden aus, wodurch die Tiere noch stärker auf zugefüttertes Heu angewiesen sind.

Experten warnen, dass die Kombination aus Wassermangel, Futtermittelknappheit und extremer Hitze heuer zu einer der größten Belastungsproben für die heimische Landwirtschaft der vergangenen Jahre werden könnte.

Es muss einfach regnen!

Landwirtschaftskammern empfehlen Betrieben, ihre Futtervorräte möglichst genau zu kalkulieren und frühzeitig nach zusätzlichen Bezugsquellen Ausschau zu halten. Gleichzeitig hoffen viele Bauern auf ergiebige Niederschläge in den kommenden Wochen. Denn nur ausreichend Regen kann die Wiesen wieder wachsen lassen und die Situation nachhaltig entschärfen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.08.2026, 10:22