Ein ungewöhnlicher Einsatz hat am Wochenende die Einsatzkräfte in Tirol auf Trab gehalten: Ein herrenloser Geländewagen stürzte auf einer Alm bei Axams mehrere Meter über steiles Gelände auf eine Skipiste. Schnell stand die Vermutung im Raum, dass Tiere den Unfall ausgelöst hatten.
Ein Zeuge beobachtete das spektakuläre Geschehen aus einer Gondel der Hoadlbahn und alarmierte umgehend die Einsatzkräfte. Er hatte gesehen, wie das Fahrzeug plötzlich von der Alm abrutschte und den Hang hinunterstürzte. Feuerwehr, Bergrettung und Polizei rückten daraufhin mit einem Großaufgebot aus.
Noch während der Anfahrt konnte jedoch Entwarnung gegeben werden: Der Besitzer des Geländewagens, ein Landwirt, meldete sich telefonisch bei der Feuerwehr. Er erklärte, dass sich zum Zeitpunkt des Vorfalls niemand im Auto befunden habe.
Nach ersten Erkenntnissen dürfte ein Nutztier den Wagen in Bewegung gesetzt haben. Die Feuerwehr geht davon aus, dass vermutlich ein Pferd gegen das abgestellte Fahrzeug getreten hatte. Dadurch setzte sich der Geländewagen auf dem abschüssigen Gelände in Bewegung und stürzte schließlich mehrere Meter in die Tiefe.
Vor Ort überprüften die Einsatzkräfte noch, ob Betriebsstoffe aus dem beschädigten Fahrzeug ausgetreten waren oder eine Brandgefahr bestand. Nachdem keine weiteren Gefahren festgestellt wurden, konnte der Einsatz rasch beendet werden. Der stark beschädigte schwarze Geländewagen wurde anschließend vom Besitzer selbst abtransportiert.