Katzen sind in der Schweiz das beliebteste Haustier. Kein Wunder, dass viele Samtpfoten auch fremde Gärten durchstreifen. Doch wer will schon die Hinterlassenschaften von Nachbars Katze im eigenen Gemüsebeet finden? Wie kannst du verhindern, dass die Katze deinen Garten als ihr Revier beansprucht? Hierzu gibt es drei schonende Methoden – und ein paar Dinge, die du besser bleiben lässt.
Wenn eine Katze immer wieder vorbeischaut, gefällt ihr vermutlich dein Garten. Oft liegt das daran, dass du lockere Erde hast – die eignet sich für Katzen besonders gut als Toilette. Hier hilft es, die Erde mit Kies, Steinen oder auch mit Reisig und Zweigen abzudecken. Das empfiehlt zum Beispiel auch die britische Tierschutzorganisation Cats Protection.
Manchmal werden Katzen auch vom Futter angelockt. Sie fressen unter anderem Vogelfutter, das auf dem Boden liegt, oder stöbern in offen herumstehenden Müllsäcken nach Essbarem.
Eine Möglichkeit, Katzen fernzuhalten, sind bestimmte Gerüche: Auch wenn es dazu keine wissenschaftlichen Studien gibt, empfehlen viele Tierschutzorganisationen Zitrusfrüchte, Lavendel oder die sogenannte Verpiss-dich-Pflanze (Coleus Canin). Diese Pflanze ist pflegeleicht und soll einen Geruch abgeben, den viele Tiere nicht mögen.
Der Schweizer Tierschutz rät außerdem zu Kaffeesatz – das soll Katzen abschrecken und ist gleichzeitig ein guter Dünger. Alternativ gibt es im Handel spezielle Sprays und Granulate, die Haustiere vom Garten fernhalten sollen.
Grundsätzlich ja. In der Schweiz darfst du keine Methoden anwenden, die das Tier quälen oder ihm Schmerzen zufügen. Viele Katzen reagieren zwar sehr empfindlich auf Wasser, aber diese Abschreckung ist erlaubt. Am besten zielst du mit dem Gartenschlauch oder einer Sprühflasche nicht direkt auf die Katze, sondern sprühst das Wasser über sie in die Luft. Es kann sein, dass du das mehrmals machen musst, bis die Katze fernbleibt. Manche Katzen lassen sich vom Wasser aber auch gar nicht beeindrucken.
Es gibt Geräte, die wie eine Wasserpistole oder ein Rasensprenger mit Bewegungssensor funktionieren. Sie reagieren, sobald sich im Garten etwas bewegt, und spritzen einen Wasserstrahl in die Richtung. So kannst du Katzen vertreiben, auch wenn du gerade nicht daheim bist.
Du könntest auch ein sogenanntes Katzenschreck-Gerät aufstellen. Diese Geräte senden einen sehr hohen Ton aus, den Tiere als unangenehm empfinden sollen. Laut einer Studie der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) wurden dadurch im Versuch etwa 32 Prozent weniger Katzenbesuche gezählt. In einem zweiten, längeren Versuch verschwand dieser Effekt aber fast ganz. Die Wirkung ist also eher begrenzt und nicht zuverlässig.