Konsequenzen gefordert

"Umkleidekabine als Toilette": KiK-Mitarbeiter in Angst

Katastrophale Zustände: Zwischenfälle mit Alkoholabhängigen und Drogenhandel machen den Mitarbeitern einer KiK-Filiale in Linz zu schaffen.
Oberösterreich Heute
31.07.2026, 04:00
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Die südliche Landstraße – seit Jahrzehnten ein Sorgenkind der Landeshauptstadt – kommt nicht zur Ruhe: Die Suchtproblematik im öffentlichen Raum wird dort besonders sichtbar. Um die Situation einigermaßen zu entspannen, wurde zuletzt wieder der Ruf nach einem Alkoholverbot am nahegelegenen Hauptbahnhof laut.

Jetzt rückt ein neues Problem in den Fokus: Erst vor gut einem Jahr in der Straße eröffnet, wird von massiven Problemen im Geschäft des Textilhändlers KiK berichtet. Die Belegschaft hat u.a. mit Diebstählen, Sachbeschädigungen und Bedrohungen zu kämpfen.

"Diese Zustände sind untragbar", kritisiert Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ). Sein Bedenken: "Die südliche Landstraße droht immer mehr zu versandeln." Wer dort arbeitet oder einkauft, müsse sich sicher fühlen können.

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"Umgehende Entfernung"

Raml pocht darauf, polizeiliche Schwerpunkt-Kontrollen in dem Gebiet wieder aufzunehmen und die Präsenz dauerhaft zu verstärken. Gleichzeitig erneuert er seine Forderung nach einer Videoüberwachung im Bereich Volksgarten sowie der Bus- und Straßenbahnhaltestellen.

Kritik übt der Politiker an Sitzgelegenheiten vor dem Shop: Diese würden Drogenklientel anziehen und die integrierten Blumeninseln als Verstecke für Suchtgift genutzt. "Deshalb fordere ich ihre umgehende Entfernung." Es wäre eine rasch umsetzbare erste Maßnahme, so der Stadtrat.

"Kann so nicht weitergehen"

Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) hat sich ein Bild vor Ort gemacht und mit dem KiK-Team gesprochen. "Was mir diese Mitarbeiterinnen erzählt haben, macht mich wirklich sprachlos", erklärt er auf Instagram. "Es wurde etwa berichtet, dass Umkleidekabinen als Toiletten missbraucht wurden."

Außerdem seien Beschäftigte und Kunden belästigt und Kinderkleidung dazu missbraucht worden, Drogen zu verstecken. "So kann das nicht weitergehen", betont Hajart. Er fordert klares Handeln, ebenfalls mehr Präsenz und ein Einschreiten des städtischen Ordnungsdienstes, der im Verantwortungsbereich Ramls liegt.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 02.08.2026, 10:50, 31.07.2026, 04:00