Tierisches Wissen

Nur dann sind Silberfischchen nützliche Haushaltshelfer

Silberfischchen gelten als nützliche Mitbewohner, doch ihr vermehrtes Auftreten weist oft auf Feuchtigkeitsprobleme hin.
Heute Tierisch
06.08.2026, 08:37
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Silberfischchen findest du oft im Badezimmer, auf dem Klo, in der Küche oder im Keller. Sie mögen es kühl und feucht. Diese kleinen Insekten schlängeln sich am Boden entlang, fast so, als wären sie winzige Fische. Wegen ihrer silbrig-glänzenden Farbe, die an Edelmetall erinnert, nennt man sie Silberfischchen. Das erklärt auch Naturschutzexpertin Carolina Trcka-Rojas. Wie orf.at berichtet, sind sie aber alles andere als gefährlich.

Carolina Trcka-Rojas sieht Silberfischchen nicht als Schädlinge, sondern als nützliche Helfer. Sie ernähren sich von Hautschuppen, abgestorbenen Haaren, Tapetenkleister und sogar Schimmel. Damit übernehmen sie quasi die Rolle eines natürlichen "Putztrupps". Für dein Zuhause sind sie ungefährlich. Sie beschädigen weder das Gebäude noch dein Eigentum. Sogar schwer erreichbare Ecken machen sie sauber. Viele glauben, dass Silberfischchen ein Zeichen für Schmutz sind, aber das stimmt nicht. Selbst in blitzsauberen Wohnungen können sie sich in kleinen Ritzen verstecken.

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Die Tiere sind lichtscheu und zeigen sich vor allem in der Nacht. Wenn du das Licht aufdrehst, kann es passieren, dass du plötzlich eines siehst. Das bedeutet aber nicht, dass gleich eine Plage droht.

Die Menge machts ...

Solltest du allerdings gleich 20 bis 50 Silberfischchen mit freiem Auge sehen, dann stimmt etwas nicht. Das kann ein Hinweis auf Feuchtigkeit sein, zum Beispiel, wenn irgendwo Wasser austritt oder sich Schimmel bildet. "Die Feuchtigkeit weicht unter anderem Tapeten oder Holz auf oder führt direkt zu Schimmel – und Silberfischchen fressen Schimmel für ihr Leben gerne. Das bedeutet, es kommt zu einer gigantischen Populationsexplosion, wenn irgendwo hinter den Wänden Schimmel aufkommt." Sobald die feuchten Stellen beseitigt sind, verschwinden auch die vielen Silberfischchen wieder.

Silberfischchen haben übrigens zwei Verwandte. Das Ofenfischchen findet man oft in der Küche oder dort, wo es warm ist, wie beim Backrohr oder im Heizraum. "Sie ernähren sich von Staub, Müllresten oder ihren toten Artgenossen", sagt Carolina Trcka-Rojas.

In der Vergrößerung kann man die Unterschiede ganz gut erkennen.
©iStock, Montage Heute

Das Papierfischchen dagegen ist weniger beliebt. Es frisst gerne Zellulose und wird deshalb schnell zum Problem. "Sie fühlen sich da wohl, wo wir uns auch wohlfühlen, im Wohnzimmer beispielsweise." Papierfischchen machen auch vor Papier, Karton oder Tapeten nicht Halt. Besonders Altpapier und Papierschnipsel ziehen sie an. Wenn sie sich stark vermehren, können sie sogar alte Dokumente oder Bücher beschädigen, warnt die Expertin vom Naturschutzbund.

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