Schweiß, Sand, Keime

Dieses Bade-Must-have ist ein Bakterien-Hotspot

Das Badetuch gehört im Sommer einfach dazu. Doch zwischen Sand und Sonnencreme sammeln sich auch jede Menge Keime.
Heute Life
16.07.2026, 14:53
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Der Sprung ins kühle Wasser ist geschafft, die Sonne wärmt die Haut und zum Trocknen geht es zurück aufs Badetuch. Was nach einem perfekten Sommertag klingt, hat allerdings eine weniger angenehme Seite: Genau dort, wo wir entspannen, sammeln sich Schweiß, Sonnencreme, Sand und unzählige Keime. Experten warnen deshalb davor, Badetücher zu lange zu benutzen.

Schweiß, Sonnencreme & Feuchtigkeit

Ob im Freibad, am See oder am Strand: Ein Badetuch kommt im Sommer mit vielem in Berührung. Schweiß, Hautschuppen, Sonnencreme und Feuchtigkeit bleiben in den Fasern zurück. Gleichzeitig landet das Tuch häufig auf Sand, Wiesen oder Fliesen, wo es weitere Bakterien aufnimmt.

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Genau diese Kombination macht das Badetuch zu einem idealen Nährboden für Mikroorganismen. Deshalb sollte es spätestens nach dem zweiten Gebrauch gewaschen werden – bei starker Nutzung am besten sogar täglich.

Warum sind die Bakterien überhaupt ein Problem?

Vor allem Menschen mit empfindlicher Haut können durch die Bakterien Probleme bekommen. Sie können Schübe bei Hautkrankheiten wie Ekzemen oder Akne auslösen und das Ganze verschlimmern. "Ich habe bei Patienten akneähnliche Hautausschläge oder Ekzemschübe allein durch die Nutzung schmutziger Handtücher gesehen. Handtücher speichern Schweiß, Öle, abgestorbene Hautzellen und Bakterien – all das kann empfindliche Haut reizen und die Poren verstopfen", sagt Dermatologin Hannah Kopelman gegenüber der "Huffpost".

Diese Keime können auf dem Badetuch landen

Mikrobiologin Megan Meyer erklärt, dass sich auf Strandtüchern unter anderem Staphylokokken, Mikrokokken und sogenannte Diphtheroide ansiedeln. Hinzu kommen Umweltkeime aus Sand und Wasser. Je nach Umgebung können außerdem E.-coli-Bakterien, Enterokokken, Salmonellen oder sogar antibiotikaresistente Keime wie MRSA auf das Handtuch gelangen. Auch Hefepilze und andere Pilze fühlen sich in dauerhaft feuchten Textilien wohl.

Strand, See oder Pool – der Unterschied

Wie stark ein Badetuch belastet wird, hängt auch davon ab, wo es verwendet wird. Am Sandstrand können sogar Fäkalbakterien von Wildtieren aufgenommen werden. In Seen und Flüssen gelangen ebenfalls zahlreiche natürliche Mikroorganismen auf das Tuch. Meerwasser hemmt das Bakterienwachstum zwar teilweise durch seinen Salzgehalt, vollständig verhindern kann es eine Vermehrung jedoch nicht.

Im Schwimmbad spielen dagegen Faktoren wie Wassertemperatur und Chlorgehalt eine wichtige Rolle.

Wann das Badetuch in die Waschmaschine gehört

"Realistisch betrachtet empfehle ich, Strandtücher alle zwei Nutzungen zu waschen – idealerweise jedoch täglich, besonders wenn man darauf liegt, schwitzt oder sie über längere Zeit feucht bleiben", sagt Kopelman. "Wenn das Tuch muffig riecht, steif ist oder nach Stunden immer noch feucht, ist es auf jeden Fall Zeit, es zu waschen. Der Geruch ist ein Hinweis auf Bakterien."

Und was, wenn ich im Urlaub bin und nicht waschen kann?

Auch im Urlaub gibt es Möglichkeiten: Schüttle dein Badetuch nach dem Strandtag gründlich aus und lass es am besten in der Sonne trocknen. "UV-Strahlen haben eine natürliche, antimikrobielle Wirkung", erklärt Kopelman. Achte darauf, dass das Tuch nicht übereinandergefaltet ist. Noch besser: Waschmittel einpacken und das Tuch im Waschbecken kurz durchspülen – oder du nimmst gleich mehrere Badetücher zum Wechseln mit.

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