Trockene Hitzewelle

"Knuspriger" Rasen? Diese 4 Fehler machen es schlimmer

Dein Rasen schaut aus wie eine Strohmatte? Keine Sorge: Meist ist er nicht hinüber, sondern einfach in einer Art Trockenpause.
Heute Life
15.07.2026, 14:00
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Braune Halme, kahle Stellen: Wer einen Garten hat, kennt das Bild nach wochenlanger Hitze und Trockenheit. Jetzt, wo du das ganze Ausmaß siehst, juckt es dich wahrscheinlich in den Fingern. Mähen, düngen, vertikutieren, nachsäen – irgendwas will man tun. Aber: Deine Wiese braucht jetzt vor allem eines – ihre Ruhe. Das heißt auch, möglichst wenig betreten!

Wie 20 Minuten berichtet, raten Gartenexperten, erst nach einer richtigen Regenperiode wieder zu mähen oder zu düngen. Ein kurzer Sommerregen reicht da nicht. Laut der Royal Horticultural Society ist es ganz normal, dass der Rasen im Sommer braun wird und das Wachstum einstellt. Die Wurzeln leben bei alten Rasenflächen aber oft weiter und treiben nach dem nächsten Regen wieder aus.

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Düngen? Bitte nicht!

Mit Dünger die kläglichen Halme aufpäppeln? Das kann bei Hitze ordentlich schiefgehen. Die University of Minnesota Extension warnt ausdrücklich, im Hochsommer nicht zu düngen – das schadet dem Rasen dauerhaft. Auch die Gartenprofis von Gesal schreiben: "Verbrannter Rasen kann auch beim Düngen – beziehungsweise durch eine falsche Dosierung beim Düngen – entstehen."

Folgende Hecken fördern die Artenvielfalt im Garten:

Mähen? Lieber bleiben lassen

Deine vertrocknete Wiese braucht jetzt vor allem eines: Pause. Mähe seltener oder gar nicht, wenn kaum noch etwas wächst. Wenn du doch mähst, dann bitte höher als sonst und nie mehr als ein Drittel der Halmlänge, so Rasen-Experte Dr. Harald Nonn gegenüber "Myhomebook". Längere Halme schützen den Boden und speichern besser Feuchtigkeit. Feiner Rasenschnitt kann liegen bleiben – wirkt wie Mulch.

Nachsäen? Noch warten

Kahle Stellen gleich nachsäen? Lieber nicht mitten in der Hitzewelle. Rasensamen brauchen gleichmäßige Feuchtigkeit – bei 35 Grad ist das fast unmöglich und kostet viel Wasser. Laut dem landwirtschaftlichen Bildungsprogramm der Penn State ist Spätsommer bis Frühherbst die beste Zeit fürs Nachsäen. Im Sommer gehen neue Samen oft kaputt oder werden krank.

Vertikutieren? Nicht jetzt

Auch Vertikutieren und andere kräftige Eingriffe solltest du auf später verschieben. Erst wenn der Rasen wieder wächst, kannst du abgestorbene Stellen ausbessern und trockenheitsverträglichere Mischungen verwenden.

Folgende Pflanzen können mit Hitze richtig gut:

Richtig gießen – so geht’s

Wenn du deinen Rasen wässern willst oder darfst, dann mach’s richtig: Nicht jeden Tag ein bisserl, sondern lieber seltener, aber dafür ordentlich. Am besten am frühen Morgen, abends geht auch – dann kommt das Wasser bei den Wurzeln an und verdunstet weniger. Zu Mittag zu sprengen ist sinnlos, da verdunstet fast alles gleich wieder. Gibt’s bei dir Wasserbeschränkungen, dann haben Jungpflanzen, Bäume und Gemüsebeete Vorrang vor dem Zierrasen.

Wie beugst du vor, damit es nicht so weit kommt?

Wenn dein Rasen jetzt schon trocken ist, ist es für heuer zu spät. Beim nächsten Mal kannst du aber rechtzeitig reagieren: Schon vor der großen Hitze ordentlich und regelmäßig gießen. Der Gartenprodukthersteller Gesal empfiehlt: "Wässern Sie Ihren Rasen bei Hitze am besten regelmäßig und ausgiebig." Heißt konkret: ein- bis zweimal pro Woche für mindestens 20 Minuten, am besten in der Früh oder am späten Abend. Achtung: Beim abendlichen Gießen kann der warme Boden Pilzkrankheiten fördern, weil die Nässe länger bleibt.

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