Ungewöhnlicher Einsatz an der S 1 Wiener Außenringschnellstraße: Zwischen Schwechat und Leopoldsdorf sind seit dem Wochenende rund 20 Schafe unterwegs. Ihre Aufgabe: eine schonende Rasenpflege.
Die Tiere beweiden die 4,3 Hektar große Fläche einer Photovoltaikanlage der Asfinag. Damit ersetzen sie Maschinen, die sonst laut und mit mehr Aufwand über die Wiese müssten. Die Schafe halten das Gras kurz, arbeiten leise und sorgen ganz nebenbei für eine gleichmäßige Pflege der Anlage.
Doch der tierische Einsatz hat noch einen zweiten Effekt: Durch die Beweidung entsteht ein vielfältiger Lebensraum für Insekten und andere Arten. Ein Viertel der Fläche bleibt bewusst unberührt. Dort finden etwa Wildbienen Rückzugsorte.
Die Solaranlage selbst hat eine Maximalleistung von 1,2 Megawatt. Der erzeugte Strom wird unter anderem für den Tunnel Rannersdorf genutzt. Moderne Infrastruktur trifft hier also auf Naturpflege.
Damit die Wiese nicht überstrapaziert wird, wechseln die Schafe zwischen vier Sektoren. So kann sich die Vegetation immer wieder erholen. Begleitet wird das Projekt von Fachleuten des Vereins Hirtenkultur. Sie schauen täglich nach den Tieren und beobachten, wie sich die Artenvielfalt entwickelt.