Eine Mutter schlug am Mittwoch, dem 24. Juni, Alarm: Sie konnte ihren 27-jährigen Sohn nicht mehr erreichen und meldete ihn in Wien als vermisst. Der Mann soll zwei Tage zuvor mit zwei Freunden zu einem Ausflug mit Stand-up-Paddles am Marchfeldkanal aufgebrochen sein, hatte er ihr noch angekündigt.
Noch am Mittwochabend startete eine große Suchaktion. Polizisten aus Wien und Niederösterreich, eine Drohne, Diensthunde sowie Feuerwehrkräfte und Taucher von der Berufsrettung Wien waren im Einsatz.
Im Bereich einer Wehranlage in Gerasdorf bei Wien fanden Einsatzkräfte später zwei Boards und persönliche Gegenstände der Vermissten.
Wegen der Dunkelheit musste die Suche kurz nach Mitternacht vorerst abgebrochen werden.
Am Donnerstag in der Früh ging die Suche weiter.
Gegen 8.45 Uhr entdeckte die Besatzung eines Polizeihubschraubers am Donnerstag zwei leblose Personen im Marchfeldkanal im Bereich der Seyringer Straße. Kurz darauf wurde auch der dritte Mann im unmittelbaren Nahbereich gefunden.
Für die drei Männer kam jede Hilfe zu spät. Es wird davon ausgegangen, dass sie bereits am Montag bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Nach aktuellen Vermutungen könnten die Männer die Absperrlinie an einer Wehranlage in Gerasdorf absichtlich überschritten haben. Im dort befindlichen starken Strudel könnten die Männer ertrunken sein. Bei den Opfern handelt es sich um einen 27-jährigen Österreicher, einen 28-jährigen Afghanen und einen 29-jährigen Österreicher, alle wohnhaft in Wien.
Was die Polizei jetzt bekannt gibt: Unter den Gegenständen befanden sich laut Polizei auch diverse Suchtmittel. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg ordnete eine Obduktion an, welche die Todesursache klären soll.
Derzeit gehen die Ermittler von einem tragischen Unfall aus. Ob die gefundenen Suchtmittel eine Rolle spielten, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Ein toxikologisches Gutachten soll zeigen, ob und wie stark die Verstorbenen durch die Drogen beeinträchtigt waren.