Traurige Gewissheit nach dem Drama im Marchfeldkanal ("Heute" berichtete): Auch der dritte Tote ist nun identifiziert. Laut Polizeisprecher Stefan Loidl handelt es sich um einen 29-jährigen österreichischen Staatsbürger. Das berichtet "ORF NÖ".
Der Mann dürfte am Montag gemeinsam mit einem 27-jährigen Österreicher und einem 28-jährigen Afghanen (beide wohnhaft in Wien) eine Tour mit Stand-up-Paddles unternommen haben.
Am Mittwoch wurde der 27-Jährige von seiner Mutter als vermisst gemeldet, nachdem sie ihn nicht mehr erreicht hatte. Zuvor hatte er ihr gegenüber den geplanten Paddel-Ausflug am Montag angekündigt.
Bei der Suche im Bereich einer Wehranlage in Gerasdorf (Bezirk Korneuburg) fanden Einsatzkräfte schließlich die Boards und persönliche Gegenstände. Gegen 20 Uhr wurde eine große Suchaktion gestartet. Diensthunde, Drohne, Wasserpolizei und Feuerwehr standen im Einsatz.
Nach knapp fünf Stunden wurde die Suche abgebrochen, am Donnerstag in der Früh ging es weiter. Dann entdeckte ein Polizeihubschrauber zwei Leichen im Marchfeldkanal im Bereich der Seyringer Straße in Gerasdorf. Die dritte Leiche wurde kurz darauf in der Nähe gefunden. Taucher der Berufsfeuerwehr Wien bargen die Körper.
Die Staatsanwaltschaft Korneuburg ordnete Obduktionen an. Die Ermittler gehen aktuell von einem Unfall aus. Vermutet wird, dass die drei Männer beim Versuch, eine Wehranlage zu durchfahren, im starken Strudel ertranken.