"Der Sommer ist da: Tausende Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher zieht es an Badegewässer, Seen und Flüsse. Was im ersten Moment unbeschwert wirkt, kann schnell zur Gefahr werden", so Eva Prischl (SPÖ), Landesrätin für Gesundheit.
Im letzten Jahr hatte die Wasserrettung Niederösterreich fast 1.000 Einsätze. "Die Bilanz der Wasserrettung zeigt eindrucksvoll, welche Leistungen 2025 erbracht wurden: Rund 50.000 ehrenamtliche Stunden und 997 Einsätze wurden absolviert, ein Plus von nahezu 20 Prozent", so Prischl.
Die Basis für das Schwimmen im Wasser seien Eigenverantwortung und gute Schwimmkenntnisse, in Notfällen werden aber die richtigen Organisationen gebraucht.
"Wir haben Handlungsbedarf, in Österreich ertrinken durchschnittlich pro Jahr 42 Menschen, in Niederösterreich haben wir im Vorjahr drei Tote beklagen müssen", so die Landesrätin.
Markus Schimböck, Landesleiter der Österreichischen Wasserrettung Landesverband NÖ, erklärt, dass mit Beginn der Badesaison das Risiko für Bade- und Ertrinkungsunfälle ansteige. "Niederösterreich zählt seit Jahren zu jenen Bundesländern, die österreichweit die höchste Zahl an Ertrinkungsopfern verzeichnen. Im langjährigen Schnitt kommen jährlich rund acht Personen in Niederösterreich durch Ertrinken ums Leben", so der Landesleiter.
Der Studie "Schwimmkompetenz" des Kuratoriums für Verkehrssicherheit zufolge können 630.000 Personen in Österreich nicht schwimmen, so Prischl – diese Fähigkeit sei aber lebensrettend und lebenswichtig. Beinahe ein Viertel der Personen in Österreich würden ihre Schwimmkenntnisse als unsicher einstufen.
"137.000 Kinder zwischen fünf und 19 Jahren können in Österreich nicht schwimmen. Weitere 76.000 haben nur geringe Schwimmkenntnisse. Das heißt, jedes sechste Kind in Österreich kann entweder nicht schwimmen oder nur sehr eingeschränkt", erklärt die SPÖ-Politikerin.
Schimböck erklärt, dass es für einige Familien nicht möglich ist, schwimmen zu gehen. Gemeinden und Städte würden sich Freibäder sowie Hallenbäder immer schwieriger leisten können.
"Wir müssen schauen, dass wir die Freibäder am Leben erhalten, damit man nicht nur Schwimmkurse anbieten kann, sondern auch die Möglichkeit hat, schwimmen zu gehen und vor allem das Erlernte zu festigen", so Schimböck.
Absperrmaßnahmen beim eigenen Pool und Teich sowie die Aufsichtspflicht der Eltern: So können Unfälle bei Kindern verhindert werden. Auch die Schwimmboje sei laut Schimböck "ein unverzichtbares Hilfsmittel, wenn ich am See, am Meer, an öffentlichen Gewässern schwimme."