"Nicht verhandelbar"

Schock für Badegäste – Becken muss sofort zusperren

Das Badezentrum in Traun (Bez. Linz-Land) ist schwer angeschlagen. Jetzt muss ein Becken sofort dichtmachen – und auch für den Rest läuft die Zeit ab.
Oberösterreich Heute
22.06.2026, 17:10
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Für viele Trauner ist das Badezentrum am Oedtersee (Bez. Linz-Land) ein Stück Kindheit. Hier lernten Generationen schwimmen, Vereine trainierten für Wettkämpfe und Familien verbrachten heiße Sommertage. Doch jetzt sorgt ein neues Gutachten für einen Paukenschlag: Ein Teil der Anlage muss sofort gesperrt werden, das gesamte Badezentrum könnte bereits nach der Saison 2027 Geschichte sein.

Lehrschwimmbecken schon außer Betrieb

Bürgermeister Karl-Heinz Koll (ÖVP) schlägt Alarm: "Das neueste Gutachten vom Statiker hat es leider in sich", verkündet er auf Facebook. "Es zeigt ganz klar: Wir müssen schneller handeln, als wir vorher geplant gehabt haben."

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Besonders dramatisch: Das Lehrschwimmbecken muss aufgrund massiver Schäden an der Tragstruktur unverzüglich außer Betrieb genommen werden. Das Sportbecken kann laut Experten nur noch unter strengen Auflagen weiter betrieben werden – voraussichtlich bis Juni 2027.

"Werde kein Risiko eingehen"

"Sicherheit ist nicht verhandelbar. Es geht um die Menschen in unserer Stadt und ich werde kein Risiko eingehen", betont Koll. Seit seinem Amtsantritt seien rund 1,6 Millionen Euro in Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen investiert worden. Viele reparierte Bereiche seien mittlerweile jedoch erneut beschädigt und müssten wieder saniert werden.

Für den Bürgermeister ist deshalb klar: Eine weitere Sanierung wäre nur ein teurer Aufschub. Statt weiter Geld in das alte Gebäude zu stecken, soll nun ein kompletter Neustart folgen. An dieser Zukunftsvision arbeitet Koll nach eigenen Angaben bereits seit 2025.

Info-Abende geplant

Sein Plan: Der Oedtersee soll zu einem modernen Familien-, Sport- und Gesundheitszentrum ausgebaut werden. Neben einem neuen Badezentrum sind auch Gesundheitsangebote wie ärztliche Versorgung, Physiotherapie und Sauna angedacht.

"Wir brauchen einen Ort für unsere Familien, für unsere Kinder und für unsere Sportvereine. Und einen Ort für Bewegung, Lebensqualität und Gesundheit", so der Stadtchef. Auch deshalb sollen Vereine, Schulen und politische Fraktionen in die weiteren Planungen eingebunden werden. In den kommenden Wochen sollen Informations- und Diskussionsabende stattfinden.

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