Rasen in Not

Dein Rasen ist verbrannt? So wird er wieder sattgrün

Die Sommerhitze hat viele Gärten fest im Griff. Doch auch ein verbrannter Rasen kann wieder grün werden. Worauf du achten musst.
Heute Life
15.07.2026, 12:00
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Wochenlang kein Regen, Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke und ein Rasen, der statt sattgrün plötzlich strohbraun aussieht – in vielen Gärten bietet sich derzeit genau dieses Bild. Schnell entsteht der Eindruck, die Grünfläche sei endgültig verbrannt. Doch in den meisten Fällen gibt es Entwarnung: Mit der richtigen Pflege kann sich der Rasen erstaunlich gut erholen.

Braun bedeutet nicht automatisch kaputt

Anhaltende Trockenheit und Hitze setzen Gräser massiv unter Stress. Um zu überleben, schalten viele Pflanzen in eine Art Energiesparmodus. Die Halme verfärben sich braun und stellen ihr Wachstum weitgehend ein. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass der Rasen abgestorben ist. Solange die Wurzeln noch intakt sind, treiben viele Gräser nach den nächsten Regenfällen oder einer gezielten Bewässerung wieder aus.

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Ob noch Hoffnung besteht, lässt sich mit einem einfachen Test überprüfen: Mit einem Spaten etwa zehn bis 15 Zentimeter tief ein Stück Rasen ausstechen und die Wurzeln betrachten. Sind sie hell und fest, stehen die Chancen auf eine Regeneration gut. Sind sie hingegen vollständig vertrocknet und brüchig, muss die Fläche möglicherweise neu angelegt werden.

Lieber selten – dafür richtig gießen

Wer den Rasen während einer Hitzewelle retten möchte, sollte nicht täglich den Rasensprenger einschalten. Häufiges, oberflächliches Gießen sorgt dafür, dass das Wasser kaum bis zu den Wurzeln gelangt und ein großer Teil direkt wieder verdunstet.

Deutlich sinnvoller ist eine durchdringende Bewässerung ein- bis zweimal pro Woche. Etwa zehn bis 15 Liter Wasser pro Quadratmeter reichen aus, damit die Feuchtigkeit tief in den Boden eindringen kann. Gegossen wird idealerweise frühmorgens oder am späten Abend, wenn die Sonne den Boden nicht mehr stark aufheizt.

Manchmal ist Regen die bessere Lösung

So wichtig Wasser für einen geschädigten Rasen auch ist – es bleibt eine wertvolle Ressource. Gerade bei größeren Rasenflächen empfiehlt Greenkeeper Norbert Lischka deshalb, nach Möglichkeit auf den nächsten kräftigen Regen zu warten.

"Der ist viel effektiver", erklärt der Rasenexperte. Anschließend könne gezielt nachgewässert werden. Besonders trockene Bereiche lassen sich zusätzlich mit einer Grabegabel lockern. Die kleinen Löcher helfen dabei, dass Wasser schneller bis zu den Wurzeln gelangt. Wer Wasser sparen möchte, muss sich von einem braunen Rasen übrigens nicht sofort beunruhigen lassen. Viele Gräser erholen sich nach einer Trockenphase von selbst.

So beugst du Hitzeschäden vor

Damit der Rasen künftig besser durch heiße Sommer kommt, lohnt sich eine kleine Änderung bei der Pflege. Während Hitzeperioden sollte seltener gemäht werden – und vor allem nicht zu kurz. Längere Halme beschatten den Boden, reduzieren die Verdunstung und helfen dabei, die Feuchtigkeit länger zu speichern.

Im Herbst beginnt die Erholung

Ist der Rasen nach dem Sommer weiterhin lückig oder braun, bietet der Herbst die besten Voraussetzungen für eine Regeneration. Jetzt können kahle Stellen nachgesät werden, da kühlere Temperaturen und häufigere Niederschläge das Keimen erleichtern. Zusätzlich empfiehlt sich ein organischer Herbstdünger mit reduziertem Stickstoffgehalt und einem hohen Kaliumanteil. Kalium stärkt die Gräser, unterstützt den Wasserhaushalt und macht sie widerstandsfähiger gegenüber Frost.

Wichtig ist dabei, den Dünger sparsam einzusetzen. Zu große Mengen können den Rasen schwächen und Krankheiten begünstigen. Wer rechtzeitig nachsät, die Wurzeln stärkt und künftig seltener, dafür gründlich gießt, hat gute Chancen, dass aus der braunen Fläche schon bald wieder ein sattgrüner Rasen wird.

{title && {title} } red, {title && {title} } 15.07.2026, 12:00