US-Influencerin warnt

Mit Kontaktlinsen im Wasser? Das kann gefährlich werden

Mikroben im Wasser können für Kontaktlinsenträger gefährlich werden. Eine Expertin erklärt, worauf du unbedingt achten solltest, um sicher zu sein.
Heute Life
10.07.2026, 14:30
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Ein Sprung ins kühle Wasser, eine schnelle Dusche nach dem Sport oder ein entspannter Badetag am See – für Kontaktlinsenträger gehört das zum Alltag. Doch genau dabei kann in seltenen Fällen eine unsichtbare Gefahr lauern. Eine Influencerin aus den USA verlor durch einen winzigen Parasiten vorübergehend ihr Augenlicht. Augenexperten betonen zwar, dass solche Fälle äußerst selten sind, raten aber dennoch zu einigen wichtigen Vorsichtsmaßnahmen.

Parasit gelangte durch Kontaktlinsen ins Auge

Die Texanerin Rachel Prochnow möchte mit ihrer Geschichte andere sensibilisieren. Wie sie in mehreren Videos schildert, zog sie sich nach dem Duschen mit Kontaktlinsen eine schwere Augeninfektion zu. Verantwortlich war eine sogenannte Akanthamöbe – ein mikroskopisch kleiner Einzeller, der in Wasser vorkommen kann.

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Der Parasit gelangte durch winzige Verletzungen der Hornhaut, die beim Tragen von Kontaktlinsen entstehen können, ins Auge und verursachte dort eine schwere Entzündung. Prochnow verlor zeitweise ihr Augenlicht und musste sich über Monate behandeln lassen. Erst eine Hornhauttransplantation ermöglichte ihr, wieder teilweise sehen zu können.

Erreger lauern nicht nur im Badesee

Der Fall klingt dramatisch – und wirft bei vielen Kontaktlinsenträgern Fragen auf. Muss man nun auf das Schwimmen verzichten? Die Optometristin Clelia Zellweger gibt Entwarnung, aber auch wichtige Tipps: "Grundsätzlich darf man Kontaktlinsen beim Schwimmen tragen", so die Ärztin gegenüber "20 Minuten". Doch das Risiko, das Prochnow in ihren Videos anspricht, ist tatsächlich vorhanden – wenn auch sehr selten.

Dennoch gilt: Mikroorganismen befinden sich praktisch überall dort, wo Wasser vorkommt. Dazu zählen Seen, Flüsse, Schwimmbäder und Teiche – aber auch Leitungswasser. Selbst Prochnow war nach eigenen Angaben über ein Jahr lang weder schwimmen noch baden. Bei ihr genügte offenbar bereits das Duschwasser.

Warum Kontaktlinsen das Risiko erhöhen

Kontaktlinsen können Keimen das Eindringen erleichtern: Zwischen Linse und Hornhaut entsteht ein feuchtwarmes Milieu, in dem sich Mikroorganismen besonders wohlfühlen. Gelangen Akanthamöben unter die Linse, kann sich im schlimmsten Fall eine sogenannte Akanthamöben-Keratitis entwickeln – eine seltene, aber schwerwiegende Entzündung der Hornhaut.

Hinzu kommt, dass beim Duschen Shampoo, Seife oder andere Rückstände an den Kontaktlinsen haften bleiben können. Auch das kann die Augen zusätzlich reizen.

So schützt du deine Augen

Wer Kontaktlinsen trägt, muss deshalb nicht auf den Badespaß verzichten.

Mit diesen Maßnahmen lässt sich das ohnehin geringe Risiko weiter reduzieren:

  • Kontaktlinsen möglichst erst nach dem Duschen einsetzen
  • Beim Schwimmen die Augen unter Wasser geschlossen halten oder eine dicht sitzende Schwimmbrille tragen
  • Kontaktlinsen nach dem Baden entsorgen (bei Tageslinsen) oder gründlich nach Herstellerangaben reinigen
  • Kontaktlinsen niemals länger tragen als empfohlen
  • Vor dem Einsetzen oder Herausnehmen der Linsen immer gründlich die Hände mit Seife waschen
  • Im Urlaub bei unsicherer Wasserqualität zusätzlich die Hände desinfizieren
  • Die Augen regelmäßig (idealerweise einmal pro Jahr) augenärztlich kontrollieren lassen.

Kommt es nach dem Tragen von Kontaktlinsen zu starken Schmerzen, geröteten Augen, Lichtempfindlichkeit oder verschwommener Sicht, solltest du nicht abwarten. Laut Expertin Zellweger ist schnelles Handeln entscheidend.

{title && {title} } red, {title && {title} } 10.07.2026, 14:30
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