Neue GB-Studie zeigt

Schlaf könnte den Körper schneller altern lassen

Zu wenig oder zu viel Schlaf könnte dem Körper schaden. Nicht nur das Gehirn, sondern fast der ganze Körper könnte dadurch schneller altern.
Heute Life
09.07.2026, 08:43
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Schlaf ist mehr als nur Erholung: Forschende haben herausgefunden, dass die Schlafdauer mit dem biologischen Alter vieler Organe zusammenhängen kann – etwa Herz, Leber, Lunge und Gehirn. Eine neue Studie hat den Schlaf genau untersucht.

KI untersucht Millionen Daten

Für die Studie wurden Daten von rund 500.000 Menschen ausgewertet. Dabei kam auch künstliche Intelligenz zum Einsatz. Sie berechnete für verschiedene Organe sogenannte "Altersuhren" – also Modelle, die zeigen sollen, wie schnell ein Organ biologisch altert. Die Ergebnisse zeigen ein klares Muster: Sowohl sehr kurzer als auch sehr langer Schlaf hängt mit schnellerem Altern zusammen. Am besten schnitten Menschen ab, die etwa 6 bis 8 Stunden pro Nacht schlafen.

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Der ganze Körper ist betroffen

Die Unterschiede zeigten sich nicht nur in einzelnen Organen. Besonders betroffen waren Gehirn, Immunsystem, Leber, Lunge und Stoffwechsel. Das bedeutet: Schlaf scheint viele Körperfunktionen gleichzeitig zu beeinflussen. Zu kurzer Schlaf wurde mit Problemen wie Depressionen, Übergewicht, Bluthochdruck und Herzkrankheiten in Verbindung gebracht. Auch sehr langer Schlaf zeigte Zusammenhänge mit Krankheiten wie Asthma oder Magen-Darm-Problemen.

Die Forschenden erklären: Sowohl zu wenig als auch zu viel Schlaf könnten unterschiedliche Prozesse im Körper auslösen, die langfristig ungünstig sind. Die Studie zeigt Zusammenhänge, aber keine eindeutige Ursache. Das heißt: Schlaf ist wichtig, aber auch andere Faktoren wie Krankheit, Lebensstil oder Bewegung spielen eine Rolle.

Bedeutung für die Medizin

Die Studie könnte in Zukunft helfen, Schlaf stärker als wichtigen Gesundheitsfaktor in der Medizin zu berücksichtigen. Ärzte könnten Schlafdauer und Schlafqualität gezielter in Vorsorge und Therapie einbeziehen. Etwa bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Depressionen.

Außerdem könnten individuelle "Schlafprofile" dabei helfen, Risiken früher zu erkennen und Behandlungen besser anzupassen. Trotzdem betonen die Forschenden, dass noch weitere Studien nötig sind, bevor daraus konkrete medizinische Empfehlungen abgeleitet werden können.

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