Im Kräuterbeet sehen blühende Pflanzen wunderschön aus und locken Bienen an. Doch Vorsicht: Nicht alle Kräuter eignen sich nach dem Blühen noch zum Essen. Besonders bei Petersilie sollte man sehr aufmerksam sein.
Als zweijährige Pflanze entwickelt Petersilie erst in der zweiten Saison Blütenstände. Sobald die gelbgrünen Dolden erscheinen, verändert sich die chemische Zusammensetzung grundlegend.
Wie 24garten.de unter Berufung auf die Verbraucherzentrale Bayern berichtet, sollte man bei blühender Petersilie vorsichtig sein. "Besonders Samen und Blütenstände enthalten vermehrt ätherische Ölbestandteile wie Apiol. Dieser Stoff kann in größeren Mengen gesundheitsschädlich wirken", warnt Ernährungsexpertin Katharina Holthausen.
Der Anteil ätherischer Öle steigt in allen Pflanzenteilen stark an. Apiol, das auch im Sellerie vorkommt, kann allergische Reaktionen auslösen. In höherer Konzentration schädigt die Substanz Leber, Herz und Nieren.
Die Blätter werden durch die Blüte auch kräftiger und bitterer – für die Küche eignen sie sich dann nur noch eingeschränkt. Schwangere sollten blühende Petersilie konsequent meiden.
Anders als bei Petersilie stellt die Blüte bei vielen anderen Kräutern kein Gesundheitsrisiko dar. Die Blüten von Salbei, Schnittlauch, Kapuzinerkresse und Thymian eignen sich sogar als essbare Dekoration.
Oregano, Rosmarin und Bohnenkraut behalten ihren Geschmack auch während der Blüte. Bei anderen Gewürzpflanzen kann das Aroma allerdings etwas nachlassen.