Augenärztin klärt auf

Wimpern-Seren boomen – das sind die versteckten Risiken

Wimpernseren werden immer beliebter – doch der Wunsch nach langen Wimpern bringt auch Risiken mit sich. Was du wissen musst, liest du hier.
Heute Life
15.06.2026, 17:47
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Immer mehr Menschen greifen zu Wimpernseren, um ihre Wimpern länger und dichter erscheinen zu lassen. Der weltweite Markt wuchs laut Schätzungen von 752 Millionen US-Dollar im Jahr 2020 auf rund 898 Millionen US-Dollar im Jahr 2023 und wird bis 2030 noch weiter steigen.

Mit dem wachsenden Interesse nehmen allerdings auch die Sorgen über Nebenwirkungen zu. Besonders der enthaltene Wirkstoff Prostaglandin beziehungsweise Prostaglandin-Analoga, ursprünglich aus Augentropfen gegen Grünen Star bekannt, sorgt für Diskussionen.

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Wie "l'essentiel" berichtet, sind Reizungen an der Bindehaut, den Augen und den Lidern, aber auch dauerhafte Veränderungen wie dunklere Wimpern oder Pigmentierungen der Iris möglich.

Augenärztin Alexandra Bograd erklärt: "Zu den häufigsten gehören Reizungen der Bindehaut, der Augen und der Lider; selten sind auch dauerhafte Veränderungen möglich." Auch allergische Reaktionen, Rötungen oder Juckreiz können auftreten.

Sicherheit und richtige Anwendung

Bograd betont, dass frei verkäufliche, in Österreich zugelassene Seren grundsätzlich sicher sind – aber nicht völlig frei von Nebenwirkungen. Die Konzentration der Wirkstoffe kann bei einzelnen Personen lokale Reaktionen hervorrufen.

Ebenfalls wichtig: Der Effekt hält nur an, solange das Serum regelmäßig verwendet wird. Wird die Anwendung gestoppt, verschwinden die Ergebnisse oftmals rasch. Manche Veränderungen, wie die Pigmentierung der Iris oder der Lidhaut, können jedoch dauerhaft sein.

Wimpernseren ohne Prostaglandin

Alternativen ohne Prostaglandin setzen häufig auf Inhaltsstoffe wie Peptide, Panthenol, Hyaluronsäure, Biotin oder Öle. Sie pflegen die Wimpern und lassen sie gesünder wirken, fördern das Wachstum aber nicht im selben Ausmaß.

Ein häufiger Fehler ist laut der Ärztin die übermäßige Anwendung des Serums. "Doch zu viel Produkt führt nicht zu einem schöneren Ergebnis – sondern zu mehr Augenreizungen", warnt sie. Das Serum sollte sparsam und gemäß Herstellerangaben nur am oberen Wimpernkranz aufgetragen werden.

Nicht für alle geeignet

Schwangere und Stillende sowie Personen mit empfindlicher Lidhaut, häufigen Lidrandentzündungen oder früheren Augenentzündungen sollten auf solche Produkte verzichten. Im Zweifelsfall empfiehlt sich eine Beratung beim Facharzt.

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