Tierische Studie

Die Katze muss bleiben, wenn Kinder Asthma haben

Lange waren Tierhaare im Gespräch als Auslöser oder Verstärker für Asthma, doch eine neue Studie konnte damit jetzt aufräumen: Die Katze darf bleiben.
11.06.2026, 14:29
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Viele Eltern von Kindern mit Asthma stehen vor einem Dilemma: Muss die geliebte Katze ausziehen, um die Beschwerden nicht zu verschlimmern? Neue Forschungsergebnisse geben nun Entwarnung. Demnach müssen Katzen nicht zwangsläufig ein Risiko für asthmakranke Kinder darstellen – im Gegenteil, einige Studien des Copenhagen Prospective Studies on Asthma in Childhood (COPSAC) an der Universität Kopenhagen deuten sogar auf einen schützenden Effekt hin.

Lange galt Tierhaar als möglicher Auslöser oder Verstärker von Asthma. Tatsächlich können Katzenallergene bei empfindlichen Personen Beschwerden auslösen. Die wissenschaftliche Datenlage zeigt jedoch ein deutlich komplexeres Bild. Mehrere große Untersuchungen fanden keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Zusammenleben mit Katzen und einem erhöhten Asthmarisiko bei Kindern. Teilweise wurde sogar beobachtet, dass Kinder, die früh mit Katzen aufwachsen, seltener an Asthma erkranken.

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Training fürs Immunsystem

Forscher vermuten, dass der frühe Kontakt mit Tieren das Immunsystem trainieren könnte. Durch den Kontakt mit Mikroorganismen und Allergenen lernt der Körper möglicherweise besser, zwischen harmlosen und gefährlichen Reizen zu unterscheiden. Dieser Effekt wird oft als "Hygiene-Hypothese" bezeichnet.

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Eine große europäische Analyse mit Daten von mehr als 77.000 Kindern kam zu dem Ergebnis, dass das Aufwachsen mit Katzen oder Hunden das Asthmarisiko im Schulalter nicht erhöht.

Katze darf bleiben

Experten betonen jedoch, dass jedes Kind individuell betrachtet werden muss. Besteht bereits eine nachgewiesene Katzenallergie, können die Tiere weiterhin Beschwerden auslösen. Für Kinder ohne entsprechende Allergie gibt es hingegen nach aktuellem Forschungsstand keinen Grund, eine Katze vorsorglich aus dem Haushalt zu verbannen.

Die Studien zeigen damit: Katzen sind nicht automatisch Feinde der Atemwege. Für viele Familien mit asthmakranken Kindern könnte das eine beruhigende Nachricht sein.

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